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Fehlbisse beim Grundfischen


John Bello

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Hallo zusammen.

Ich spiele ja nun schon eine ganze Weile und kenne mich eigentlich ganz gut aus. Dachte ich zumindest...
Doch in der letzten Zeit habe ich recht viele ungewöhnliche Fehlbisse und kann nicht so richtig ausmachen woher diese kommen.

Es läuft eigentlich immer so ab:
Kleiner Biss, kleiner Biss, kleiner Biss, (usw...) und irgendwann geht dann die Rutenspitze runter und schnellt aber dann auch sofort wieder hoch. Danach ist der Fisch weg.
Das passiert mir im Moment bei recht vielen Fischarten, egal ob Karpfen, Störe, oder auch beim angeln mit Köderfisch.

Ich hab schon verschiedene Ansätze versucht wie kürzere oder längere Vorfächer, verschiedene Vorfachmaterialien, Wechsel zwischen Braid und Mono als Hauptschnur, kleinere oder größere Haken, oder auch größere Bleie für einen besseren Selbsthakeffekt.
Aber irgendwie kommen diese Fehlbisse immer wieder mal vor und ich komme ihnen nicht auf die Spur.
So langsam frage ich mich, ob es vielleicht mit den Ruten zu tun hat.
Hat jemand eine Idee?

Hier ein aktuelles Setup wo ich vor ein paar Minuten einen Fehlbiss drauf hatte:

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Gruß Andi

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Bei mir ist es genau so. In letzter Zeit benutze ich vermehrt die Bunesan Picker Ruten und die Fehlbissquote ist

ziemlich heftig. Ich glaube nicht, daß es an den Ruten liegt sondern eher, daß ein Ausgleich zu den so oft kritisierten

Ausschlitzern geschaffen worden ist. Ein Fisch beißt, nibbelt rum, zieht die Rute krumm und zack: weg isser.

Das passiert auch, wenn die Rute bereits in der Hand ist und auch direkt vorm Kescher sind sie schon vom Haken geplummst.

Ausschlitzer wird dabei nicht angezeigt und es ist mehr als ärgerlich, wenn man den Tr dann bereits gesehen hat.

Schön, daß Du dieses Thema eröffnet hast.

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  • Administrator

Hallo @John Bello,

bei diesem Setup die Leader Länge kürzen auf 20cm - 30 cm, das reduziert die Fehlbissrate deutlich. Hakengröße 4 - 6 reicht vollkommen bei der Pelletgröße aus.

Die großen Pellets kann man dann noch mit 2 - 1er Haken fischen. 

 

Was auch Fehlbisse produzieren kann, ist das Nachspannen der Rute, wenn sie schon ausgelegt ist.

Lange Leader eignen sich nur wenn man einiges aussortieren möchte und nicht mehr auf das Silber achtet. Man verliert dabei einiges an Frequenz durch die Fehlbisse, erwischt dann aber gegebenenfalls mal schneller eine Trophäe. Lange Leader sind immer ein Zweischneides Schwert. Man erhofft sich durch das aussortieren des öfteren eine Trophäe, im gleichen Moment hat aber "jeder" Fisch eine höhere Chance auszuschlitzen oder als Fehlbiss aufzutreten.

 

@Dundee Bei Picker Ruten kommen die Fehlbisse auch vor, hier hat man aber sogar eine bessere Möglichkeit dem entgegenzuwirken. Es lassen sich die dünnen Fluoro & Mono Hauptschnüre fischen, somit ist man nicht auf ein Leader angewiesen. Alle Fehlbisse werden sich bei Picker nicht abstellen lassen, aber sie lassen sich reduzieren.

Der nächste Schritt wäre die Spitze auf die Fische einzustellen. Jede Spitze hat eine andere härte beim spannen, daher auch bei dem Anbiss. Bei einigen Fischen kann also eine weichere Spitze besser sein, bei anderen eher die härtere.

 

 

Die meisten Fehlbisse bekommt man selber nicht mit, da es sich hier um 0 - 1,2 Sek Drillzeit handelt und diese werden oft nicht optisch auf die Ruten übertragen. Zusätzlich werden diese nicht als Ausschlitzer im Chat angezeigt. Auch wenn ihr vielleicht das Gefühl habt kürze Leader bringen keine Verbesserung, ist da ein klarer Unterschied. Alle Fehlbisse lassen sich nicht vermeiden, jedoch könnt ihr Sie verringern.

 

 

Gruß Tobi

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Hallo @TpCatch - RF4,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das werd ich auf jeden Fall mal versuchen. 🙂

Ich hätte dann direkt noch eine Frage zum Nachspannen der Ruten.
Ist damit grundsätzlich das einkurbeln nach dem Abstellen der Ruten gemeint, oder erst die Krümmung in der Rutenspitze?
Oder anders gesagt, macht es vielleicht mehr Sinn die Schnur einfach nach dem Auswurf im Bogen hängen zu lassen, anstatt sie nochmal auf Spannung zu kurbeln?
Ich hab mich sowieso schon gefragt ob man damit vielleicht aus Versehen dann immer mal den Köder aus dem 2,5m Futterradius vom PVA kurbelt...


Gruß Andi

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  • Administrator

Ja damit ist das einkurbeln gemeint, wenn die Rute bereits ausgelegt ist. Spannen selbst ist ok und das sollte man auch machen. Man muss die Schnur aber nicht durchspannen bis es nicht mehr geht. Einfach darauf achten das kein Schnurbogen durchhängt, ansonsten kann es halt auch passieren das ein Biss erfolgt und der Fisch stehen bleibt oder Euch entgegenschwimmt, oft bekommt man es dann nicht mit.

 

Durch das nachkurbeln, kann man durchaus in einen anderen Bereich kommen, wo andere Populationen bestehen als auch aus der Futterzone.

 

Die einzige Ausnahme die man machen könnte wäre bei Köderfischen, da die Raubfische doch recht aggressiv den Köfi aufnehmen selbst bei dem einkurbeln, bis auf wenige Ausnahmen wie der Döbel, Zander, Bachsaibling beispielsweise.

 

Gruß Tobi

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    • Schade, aber vielen dank, so brauch ich nicht ÜBERALL erst hinreisen um nach zuschauen 🙂
    • Maikäferlarve, Nashornkäferlave und Maulwurfsgrille nennt man auch "Goldköder" weil es die nur für Gold gibt. Ab 100% Köderbeschaffung lassen die sich aber selber schaufeln.   Edit: Da war jemand 5 Sekunden schneller ^^
    • da es sich um einen goldköder handelt nur für gold, und oder im späteren verlauf bei 100 % köderbeschaffung mit etwas glück beim schaufeln ( buddeln)  
    • Hallo Kann man den Käfer überall nur mit Echtgeld kaufen? War schon am Wolchov und an der Achtuba.  
    • Zu 1: Leider und deshalb unverhältnismäßig! Betrachtet man die Tragkraft verschiedener Ruten, kann man einen 1.000 Kg Beluga mit einer 80,2 Kg  Ti im MaxDrag (also ohne direkte Belastung der Rute) ziehen ohne das sie bricht. Das sind also gerundet ca. 12,47 Kg/je Kg Tragkraft. Eine abgeranzte Fortuna Carp (mit 72% Restblank) schafft im Verhältnis nicht mal mehr gerundet ca. 2,08 Kg/je Kg Tragkraft!! (Ausgegangen von einem 60 Kilo-Karpfen, was dem Maximum wohl sehr nahe kommt). Bei der seltensten Begegnung mit einem 60Kg-Karpfen sind wohl eher die 25Kg wahrscheinlicher. Demnach also nur noch roundabout 0,89 Kg/je Kg Tragkraft! Resümee Fisch >=28 Kg und die Rute bricht... (Bei gleichbleibender Zuglast). UL war bisher noch nicht meine Welt. Was ich jedoch rausgelesen habe ist, das z.B. die Spinn-UL mit der größten Tragkraft = 14 Kg (Ultima M60) wohl für den bisher (2022) größten Stör mit 175,9 Kg ausgereicht hat, oder warum steht der Stör mit diesem Gewicht in der absoluten UL-Rekord-Liste? Merkwürdig dann das Anpassen der Bruchlast an UL-Ruten.   Zu 2: Ich habe ja nichts von Bremseinstellung 29 o.ä. geschrieben^^ Fakt: Die Rute stand still mit einem leichten Schnurbogen. Der Bissanzeiger leuchtete einmal auf und piepste einmal, ohne das sich die Schnur gespannt hat, geschweige denn die Rute hätte sich gebogen. Bis zur Rolle kam die Spannnung gar nicht durch. Also ist wohl das 90 Gramm Inline-Blei verantwortlich für den Schnurbruch🤔😉  
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