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MonacoSteve

Aqua Incognita - auf zu neuen Ufern!

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Liebe Angelfreunde!

 

Die Zeiten, als sich mutige Abenteurer und Forscher auf den Weg in das noch völlig Unbekannte -  in die Terra Incognita - machten um Neues zu entdecken und weiße Flecken auf den Landkarten zu tilgen, sind inzwischen Vergangenheit. In RF4 aber genießen wir dieses Privileg noch heute, wenn wir immer wieder von neuen Angelrevieren überrascht werden, in die keiner von uns zuvor seinen (virtuellen) Fuß gesetzt hat - Aqua Incognita, sozusagen.

 

Mit der Unteren Tungska haben wir kürzlich wieder so einen weißen Fleck zum Erkunden und Erforschen präsentiert bekommen, was mich zu der Frage gebracht hat, wie das den eigentlich so ist, wenn man Erfolg haben will in einer ganz neuen Umgebung, von der man zunächst so gut wie gar nichts weiß. Gibt es da gute Strategien, die helfen, sich rasch mit einem neuen Gewässer anzufreunden und Frustration zu vermeiden?

 

Zunächst ist es natürlich immer eine Charakterfrage, und daran lässt sich eigentlich wenig ändern. So wie es früher Eroberer gab, die sich sogleich ohne Zögern mit geschwungener Machete mitten ins Dickicht stürzten, während andere behutsam jeden Schritt auf dem Neuland erst absicherten bevor sie den nächsten machten, so wird es auch in der Spielerwelt von RF4 welche geben, die sich im neuen Revier sofort mit schwerem Gerät direkt ans tiefste Wasserloch zur Suche nach der größten Trophäe stürzen, und andere, die sich erst einmal umsehen und sich der Landschaft und Fauna langsam und systematisch nähern. Beide Spielertypen können im Prinzip gleich erfolgreich sein - aber ebenso leicht auch erst einmal scheitern.

 

Bei einem Gewässer wie der Tunguska können wir immerhin davon ausgehen, dass wir dort keine Neulinge treffen; wer hier Zugang hat, der hat zuvor schon einiges an Angel-Erfahrung gemacht. Und das ist gut so, denn so ansprechend und gut bestückt das Gewässer ist, so anspruchsvoll ist es auch. Was nicht heißen will, dass man nicht auch mit leichter Ausrüstung und einfachen Ködern schöne Fische fängt. Ich würde sogar behaupten, dass ich bisher kaum ein besser ausbalanciertes Wasser als die Tunguska gesehen habe, wo wirklich alle Angelmethoden vom Stippen bis zum Schleppen prächtige Zielfische erbringen. Was aber auf alle Fälle immer dazugehört, ist ein solides Verständnis über das Verhalten unserer virtuellen Fischwelt im jeweiligen Wassertyp - und da bietet uns die Untere Tunguska vom reißenden flachen Bach über den schnellen tiefen Strom bis zum ruhigen, gestuften See ja wirklich alle Varianten, die man sich so vorstellen kann. Viele vorherrschende Fischarten gehören zu den Lachs- und Renkenartigen; das sind überwiegend tagaktive, gut sehende Jäger, für die wir natürlich besonders gut getarnte Schnüre bzw. Vorfächer brauchen. Es sind aber auch viele Kämpfer dabei, so dass man bei der Qualität der Ausrüstung besser nicht spart.

 

Dabei muss es keineswegs immer gleich das teuerste sein. Manche der Ausrüstungs-Gegenstände, die man zusammen mit dem neuen Revier nun erstmals erwerben kann, sind wirklich nur für Spezialanwendungen und Profis geeignet - ich wiederhole zum Beispiel gern, was auch an anderer Stelle schon über die Conventional-Rollen gesagt wurde; das sind zwar echte Kraftpakete, die aber nur beim Schleppfischen wirklich Sinn machen, wenn die Wurfweite nicht entscheidend ist. Für Spinnfischer, die von Land aus angeln, können sie sich schnell als Fehlinvestition erweisen. Die bevorzugte eigene Angelmethode ist also entscheidend. Und man kann durchaus auch höchst erfolgreich mit Gerät angeln, das nicht absolutes "High End" ist. Was aber z.B. Sinn macht, ist ein Blick auf den Abnutzungsgrad. So ein neues Revier ist immer ein guter Anlass, zu prüfen ob nicht das eine oder andere vielleicht doch ersetzt oder repariert werden sollte.

 

Für mich war und ist die Tunguska ein echtes Abenteuer von Anfang an. Ich habe mich bewusst in der ersten Tagen wenig Information von außen geholt und zunächst einmal das Gewässer ganz auf eigene Faust erforscht. Ich habe mich von der neuen, höchst gelungenen Wasser-Fließanimation ebenso faszinieren lassen wie von der fantastischen Vielzahl neuer, uns z.T. völlig unbekannter  Fischarten, die keineswegs zögerlich sind, den Köder zu nehmen, wenn es der richtige ist und er richtig präsentiert wird. Ich bin nicht ganz sicher, ob es nur mir so geht, aber dieses Wasser bot richtig "Action" von ersten Moment an, und gleichzeitig bleibt es eine besondere Herausforderung, auch die wirklich kapitalen Exemplare zu erwischen. Da habe ich noch viel zu tun!

 

Und genau so sollte es auch sein. Für den schnellen Spaß kann man jederzeit zur Stippe oder Matchrute greifen und den Felchen sowie Maränen nachstellen, die zahlreich im Hauptstrom schwimmen. Schon etwas mehr Geduld braucht man am Seitenfluss, wo man mit kleineren Blinkern oder Spinnern Forellen und Lachse überlistet - allerdings dabei auch stets die rasche Strömung bedenken muss, die den Köder sofort erfasst. Wer den richtig harten Drill will, nimmt das Boot und schleppt schwere Wobbler über die tiefen Stellen im Fluss auf der Suche nach dem Nema-Weißlachs oder dem legendären Taimen. Gerade in den Nachtstunden und bei kühlerem Wetter kann dann auch ein kapitales Exemplar anbeißen und für die spannendsten Kämpfe sorgen - hier macht sich bezahlt, wenn man mit nicht nur mit der Angel sondern auch mit dem Boot gut umgehen kann. Selbst für den Grundangler gibt es viel zu tun, wenn man am richtigen Ort steht - vom kleinen Amurwels bis zum sibirischen Stör können wir alle "Kampfklassen" befischen.

 

Ich bin sicher: Jeder, der schon an der Tunguska angeln kann, wird sich - wie ich - kaum noch losreißen können, und jeder, der es noch nicht kann, hat jetzt eine tolle neue Motivation, an seinem Fortschritt zu arbeiten, um sich bald auch mit diesem wirklich höchst gelungenen neuen Revier befassen zu können. Es lohnt sich allemal!

 

Petri Heil!

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