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MonacoSteve

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  1. Das ist eine berechtigte Frage. Am Ende geht es hier - wie immer in RF4 - um Balance. Mit zunehmender Dicke hat natürlich auch eine Fluoro-Schnur eine erhöhte Scheuchwirkung, die irgendwann größer sein kann als die einer deutlich dünneren normalen Schnur. Allerdings würde ich bei Deiner genannten Kombination nicht davon ausgehen, dass dieses Verhältnis schon erreicht ist, zumal Braid-Schnüre von Natur aus schon die höchste Scheuchwirkung aller Schnüre haben. Wo genau der "Break-Even"-Punkt für ein Fluoro-Vorfach gegenüber Deiner Hauptschnur liegt, kann ich dir nicht sagen, aber ich persönlich denke, dass Du schon noch eine erheblich dickere Fluoro-Schnur brauchst, bevor sich der Effekt der Unsichtbarkeit gegenüber der Scheuchwirkung der Hauptschnur tatsächlich aufheben würde. Das heißt natürlich trotzdem, dass eine dünnere Fluor-Schnur immer besser ist als ein dickere; wenn Deine Zielfische oder deine Montage insgesamt es erlauben, gehst Du natürlich so weit runter mit der Vorfachdicke wie möglich.
  2. 39:139 ist auch für Nelma gut. Stromab zwischen die ersten beiden Bojen werfen und bei Geschwindigket ca. 30 einholen, zwischendurch absinken lassen. Beifang sind Seesaiblinge. Und Achtung, hier gibt es auch Hechte. Setup und Kescher:
  3. Liebe Angelfreunde! Die Zeiten, als sich mutige Abenteurer und Forscher auf den Weg in das noch völlig Unbekannte - in die Terra Incognita - machten um Neues zu entdecken und weiße Flecken auf den Landkarten zu tilgen, sind inzwischen Vergangenheit. In RF4 aber genießen wir dieses Privileg noch heute, wenn wir immer wieder von neuen Angelrevieren überrascht werden, in die keiner von uns zuvor seinen (virtuellen) Fuß gesetzt hat - Aqua Incognita, sozusagen. Mit der Unteren Tungska haben wir kürzlich wieder so einen weißen Fleck zum Erkunden und Erforschen präsentiert bekommen, was mich zu der Frage gebracht hat, wie das den eigentlich so ist, wenn man Erfolg haben will in einer ganz neuen Umgebung, von der man zunächst so gut wie gar nichts weiß. Gibt es da gute Strategien, die helfen, sich rasch mit einem neuen Gewässer anzufreunden und Frustration zu vermeiden? Zunächst ist es natürlich immer eine Charakterfrage, und daran lässt sich eigentlich wenig ändern. So wie es früher Eroberer gab, die sich sogleich ohne Zögern mit geschwungener Machete mitten ins Dickicht stürzten, während andere behutsam jeden Schritt auf dem Neuland erst absicherten bevor sie den nächsten machten, so wird es auch in der Spielerwelt von RF4 welche geben, die sich im neuen Revier sofort mit schwerem Gerät direkt ans tiefste Wasserloch zur Suche nach der größten Trophäe stürzen, und andere, die sich erst einmal umsehen und sich der Landschaft und Fauna langsam und systematisch nähern. Beide Spielertypen können im Prinzip gleich erfolgreich sein - aber ebenso leicht auch erst einmal scheitern. Bei einem Gewässer wie der Tunguska können wir immerhin davon ausgehen, dass wir dort keine Neulinge treffen; wer hier Zugang hat, der hat zuvor schon einiges an Angel-Erfahrung gemacht. Und das ist gut so, denn so ansprechend und gut bestückt das Gewässer ist, so anspruchsvoll ist es auch. Was nicht heißen will, dass man nicht auch mit leichter Ausrüstung und einfachen Ködern schöne Fische fängt. Ich würde sogar behaupten, dass ich bisher kaum ein besser ausbalanciertes Wasser als die Tunguska gesehen habe, wo wirklich alle Angelmethoden vom Stippen bis zum Schleppen prächtige Zielfische erbringen. Was aber auf alle Fälle immer dazugehört, ist ein solides Verständnis über das Verhalten unserer virtuellen Fischwelt im jeweiligen Wassertyp - und da bietet uns die Untere Tunguska vom reißenden flachen Bach über den schnellen tiefen Strom bis zum ruhigen, gestuften See ja wirklich alle Varianten, die man sich so vorstellen kann. Viele vorherrschende Fischarten gehören zu den Lachs- und Renkenartigen; das sind überwiegend tagaktive, gut sehende Jäger, für die wir natürlich besonders gut getarnte Schnüre bzw. Vorfächer brauchen. Es sind aber auch viele Kämpfer dabei, so dass man bei der Qualität der Ausrüstung besser nicht spart. Dabei muss es keineswegs immer gleich das teuerste sein. Manche der Ausrüstungs-Gegenstände, die man zusammen mit dem neuen Revier nun erstmals erwerben kann, sind wirklich nur für Spezialanwendungen und Profis geeignet - ich wiederhole zum Beispiel gern, was auch an anderer Stelle schon über die Conventional-Rollen gesagt wurde; das sind zwar echte Kraftpakete, die aber nur beim Schleppfischen wirklich Sinn machen, wenn die Wurfweite nicht entscheidend ist. Für Spinnfischer, die von Land aus angeln, können sie sich schnell als Fehlinvestition erweisen. Die bevorzugte eigene Angelmethode ist also entscheidend. Und man kann durchaus auch höchst erfolgreich mit Gerät angeln, das nicht absolutes "High End" ist. Was aber z.B. Sinn macht, ist ein Blick auf den Abnutzungsgrad. So ein neues Revier ist immer ein guter Anlass, zu prüfen ob nicht das eine oder andere vielleicht doch ersetzt oder repariert werden sollte. Für mich war und ist die Tunguska ein echtes Abenteuer von Anfang an. Ich habe mich bewusst in der ersten Tagen wenig Information von außen geholt und zunächst einmal das Gewässer ganz auf eigene Faust erforscht. Ich habe mich von der neuen, höchst gelungenen Wasser-Fließanimation ebenso faszinieren lassen wie von der fantastischen Vielzahl neuer, uns z.T. völlig unbekannter Fischarten, die keineswegs zögerlich sind, den Köder zu nehmen, wenn es der richtige ist und er richtig präsentiert wird. Ich bin nicht ganz sicher, ob es nur mir so geht, aber dieses Wasser bot richtig "Action" von ersten Moment an, und gleichzeitig bleibt es eine besondere Herausforderung, auch die wirklich kapitalen Exemplare zu erwischen. Da habe ich noch viel zu tun! Und genau so sollte es auch sein. Für den schnellen Spaß kann man jederzeit zur Stippe oder Matchrute greifen und den Felchen sowie Maränen nachstellen, die zahlreich im Hauptstrom schwimmen. Schon etwas mehr Geduld braucht man am Seitenfluss, wo man mit kleineren Blinkern oder Spinnern Forellen und Lachse überlistet - allerdings dabei auch stets die rasche Strömung bedenken muss, die den Köder sofort erfasst. Wer den richtig harten Drill will, nimmt das Boot und schleppt schwere Wobbler über die tiefen Stellen im Fluss auf der Suche nach dem Nema-Weißlachs oder dem legendären Taimen. Gerade in den Nachtstunden und bei kühlerem Wetter kann dann auch ein kapitales Exemplar anbeißen und für die spannendsten Kämpfe sorgen - hier macht sich bezahlt, wenn man mit nicht nur mit der Angel sondern auch mit dem Boot gut umgehen kann. Selbst für den Grundangler gibt es viel zu tun, wenn man am richtigen Ort steht - vom kleinen Amurwels bis zum sibirischen Stör können wir alle "Kampfklassen" befischen. Ich bin sicher: Jeder, der schon an der Tunguska angeln kann, wird sich - wie ich - kaum noch losreißen können, und jeder, der es noch nicht kann, hat jetzt eine tolle neue Motivation, an seinem Fortschritt zu arbeiten, um sich bald auch mit diesem wirklich höchst gelungenen neuen Revier befassen zu können. Es lohnt sich allemal! Petri Heil!
  4. Karte auf Seite 1 eingefügt für Euch
  5. Also denkt Euch nichts, Leute; ich bin jetzt auch schon seit 6 Tagen intensiv am Angeln an der Tunguska und habe inzwischen zwar alle Arten, aber auch noch keinen Trophy gefangen. Nur Geduld...
  6. Spot 39:139 und Setup von Gogobronco kann ich bestätigen. Der Spot liefert zuverlässig viele verschiedene Renken (bei mir in 1 h 7 Arten) mit guter Größe und Frequenz. Eine zusätzlich ausgelegte Grundrute mit Muschelfleisch fängt dort gelegentlich auch einen Sterlet. Nachtrag: Die Ködertiefe scheint unerheblich. Ich habe zwischen 1,50 m und 3 m Tiefe gleich gut gefangen. Auch die Wurfweite kann man deutlich erhöhen (was aber den Anhieb schwieriger macht - und ein schneller Anhieb ist hier wichtig).
  7. Liebe Angelfreunde, ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber wenn bei einem virtuellen Angeltag so langsam die Dämmerung hereinbricht und sich die Nacht ankündigt, mache ich mir schon mal Gedanken darüber, ob ich jetzt überhaupt noch erfolgversprechend weiterfischen soll oder vielleicht besser eine Pause mache. Gerade als Spinnfischer bin ich besonders stark betroffen, aber es betrifft auch die anderen Angelmethoden. Denn die Tageszeit ist keineswegs egal in unserem Angelsimulator. Sehr viele Fischarten werden ziemlich deutlich von ihr beeinflusst. Wer dann auch noch im Genuss einer wertvollen „Happy Hour“ ist, möchte natürlich erst recht keine großen Bisspausen erleben, nur weil die gewünschten Zielfische nun ein Nickerchen einlegen und sich bis zum nächsten Morgen verabschieden. Was also ist hier zu tun? Man könnte sich in solchen Fällen tatsächlich für den drastischen „Rundumschlag“ entscheiden und – wie schon angedeutet – einfach selbst pausieren, indem man das Spiel eine Weile unterbricht. Da Spiel- und Echtzeit fest gekoppelt sind, lässt sich ja leicht ausrechnen, ab wann wieder normale Beißzeiten zu erwarten sind. Dann macht man sich einfach einen schönen Kaffee und geht erst zwanzig Minuten später wieder an den PC. Doch wenn man beispielsweise an einem weit vom Startpunkt entfernten Spot angelt und dann zunächst jedes Mal erneut dorthin loswandern muss, mag das vielleicht gar nicht so viel Gewinn an „Prime Time“ bringen, wie man denkt. Zum Glück geht es – mit ein wenig Flexibilität – auch cleverer. Aber dazu müssen wir uns unsere Fische etwas genauer anschauen. Ganz grob will ich sie mal in drei Kategorien einteilen: (1) Arten, die hauptsächlich tagaktiv sind, (2) überwiegend nachtaktive Arten, und (3) „Allrounder“, die eigentlich zu jeder Zeit ganz gut beißen. Alle Spieler, die schon länger dabei sind, haben sich diesbezüglich sicher schon selber einen gewissen Erfahrungsschatz angeeignet. Aber nehmen wir als klassischen Fall mal den Kristallsee, der ja als Spinngewässer gut bekannt ist. Egal ob Hecht, Forelle oder Saibling: solange es hell draußen ist, lässt der Einsatz von Blinker und Co. dort stets auf gute Fänge hoffen. Aber irgendwann sind auch hier die langen Tage zu Ende, und wir müssen durch eine Dunkelperiode, wo sich unsere Spinnangeln nur noch begrenzt bewähren. Der eine oder andere Fisch wird zwar immer noch beißen, aber die Frequenz geht spürbar in die Knie. Profis wissen sich jedoch zu helfen und haben rechtzeitig auf die Grundangel umgestellt. Nachts ist nämlich am Kristallsee "Quappenzeit", und man kann diese Fischart z.B. mit Tauwurm oder Fischfetzen während der Dunkelheit recht zuverlässig erbeuten, während sie umgekehrt tagsüber eher selten zu fangen sind. Dieser Wechsel in Angelmethode und Zielfisch zeigt also einen gangbaren Weg, die jeweilige Tageszeit optimal zu nutzen. Natürlich kann man solche Regeln beliebig verfeinern. Um noch kurz beim Kristallsee zu bleiben: Ein Tag ist nicht gleichförmig von Sonnenauf- bis - untergang. So werden wir vielleicht beobachten, dass Saiblinge besonders gut am Morgen und Abend beißen, Seeforellen hingegen den ganzen Tag über. Man könnte jetzt noch weitere Beispiele anführen, aber interessanter ist doch die Frage, ob sich nicht auch ein paar allgemeine Prinzipien erkennen lassen, nach den wir uns richten könnten. Dazu schauen wir einfach in die reale Natur – denn das immer eine gute Idee bei RF4. Die tageszeitlichen Aktivitäten vieler Fische sind eng an ihre Nahrungsvorlieben gekoppelt. Und da lassen sich durchaus Regeln finden – die auch keineswegs schwer zu verstehen sind. Alle Fischarten, die aktiv nach Beute jagen – also die meisten Raubfische – sind stark auf ihr Sehvermögen angewiesen. Da ist es demnach ganz logisch, dass sie bei Helligkeit erfolgreicher sind, sprich: haben wir also einen Jäger vor uns, so jagen auch wir ihn eher tagsüber. Fische hingegen, die bei der Nahrungssuche überwiegend auf den Geruchssinn setzen – und womöglich noch Friedfische sind, die selbst schnell zur Beute werden können – legen ihr aktive Zeit bevorzugt in Dämmerung und Dunkelheit, denn sie brauchen ihre Augen zum Auffinden des Futters nicht und entgehen Räubern besser. Darunter fallen auch viele Arten, die ihre Nahrung in Bodennähe suchen oder sich ohnehin dort selbst aufhalten, wie z.B. Welse und Barben. An dieser ganz groben Daumenregel können wir uns auch in RF4 recht gut orientieren. Dabei sollten uns Ausnahmen nicht irritieren, denn die findet man auch. Es gibt beispielsweise durchaus aktive Nachtjäger wie den Zander oder Steinschill. Und dann haben wir natürlich Arten ohne ausgeprägte Tageszeit-Präferenzen; da könnten wir vielleicht an Karpfen und Rotaugen, aber auch an Barsche denken, um nur die bekanntesten zu nennen. Wir wissen alle: So wie draußen in der Natur ist auch die Vielfalt in RF4 enorm, und hundertprozentige Vorhersehbarkeit wäre da wie dort sehr schnell langweilig. Wir wissen auch, dass Parameter wie Wetter und Temperatur unsere Angelerfolge zusätzlich beeinflussen. Wenn z.B. dem Hecht die Witterungslage nicht gefällt, beißt er auch tagsüber nicht. Aber gerade wenn man noch nicht viel Erfahrung hat, oder wenn man mal gar nicht so recht weiß, wie es in einer Flaute nach dem Wechsel einer Tageszeit weitergehen soll, hilft es sicherlich, sich an das oben Gesagte zu erinnern. Eine rechtzeitige Änderung von Angelmethode und Zierfisch wird sehr viel dazu beitragen, unsere virtuellen Angeltage wirklich rund um die Uhr zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer Petri Heil!
  8. Aber ich kann Euch noch einen anderen Spot empfehlen - meinen derzeit persönlichen Lieblingsspot am BS. 132:147. Er läuft seit über eine Woche bei mir, die Durchschnittsgrößen sind deutlich besser als 57:138. Montage und Setup sind wieder der "Klassiker" wie bei Oldskool. Clip diesmal aber 41 m. Ihr solltet versuchen, das im Screenshot unten eingekreiste Spiegelbild zu treffen. Dort ist im 3,5 m-Bereich eine Muschelbank. Sehr fängige Stelle für alle Karpfensorten. Bei mir zumindest
  9. Ich kann den Spot 57:138 von OldSkool sowie Setup und Clip bestätigen. Er geht immer noch. Die Frequenz ist sehr gut; allerdings sind zweistellige Fänge bei mir die Ausnahme geblieben.
  10. MonacoSteve

    Bärensee

    Die Goldschleien im Karpfenparadies laufen immer noch supergut. Spot 44:50, Clip 26 m (geradeaus zur Muschelbank hinter den Seerosen); Schlaufenmontage; Köder Käse. Im Futterkorb habe ich nur Standard-Karpfen- bzw. -Schleienfutter. Ich hab allein heute mehr Goldis gefangen als in Jahren zuvor zusammen . Und der "Beifang" ist auch nicht zu verachten...
  11. Heute war "Geisterstunde" am See Position: 67:157 (Steg) Wurfweite: 35 m, Richtung Ost. Den Rest seht Ihr in den Bildern...
  12. Liebe Angelfreunde, die meisten von uns – aber Optimisten natürlich allemal – denken wohl überwiegend an etwas Schönes, wenn sie das Wort Überraschung hören. Und tatsächlich gibt es kaum etwas, das Menschen mehr erfreut – und auf das wir uns, wenn angekündigt, mehr freuen – als eine positive Überraschung. Sie ist Würze und Farbe im grauen Alltag der Routinen, und das lernten wir ja auch schon sehr früh durch die hübsch verpackten Geschenke, die wir als Kinder unter dem Weihnachtsbaum oder auf dem Geburtstagstisch fanden. Überraschungen spielen bei RF4 ebenfalls eine ganz große Rolle – ich würde sogar sagen, sie sind eines der wichtigsten Elemente in unserer Angelsimulation. Das beginnt natürlich bei der stets fortgesetzten Weiterentwicklung des Spiels. Was wird wohl als nächstes kommen, welches neue Gewässer, welche neue Ausstattung, welche neuen Fische und Features? Die Entwickler halten uns hier wohlbewusst oft in Spannung, wenn sie nicht immer gleich alles frühzeitig verraten, sondern erst nach und nach die Geheimnisse eines neuen Updates preisgeben und uns dabei in freudige Erwartung setzen. Manches wird sogar bis zum Schluss aufgespart, um uns eben dann umso mehr zu überraschen. Aber auch in der Ausübung ist RF4 randvoll mit Überraschungen, und ich wage zu behaupten, dass dies ein zentraler Drehpunkt des gesamten Spieles ist. Nicht immer mögen wir nur erfreut darüber sein (wenn z.B. ein liebgewonnener Spot plötzlich „nicht mehr so läuft“), aber alles in allem ist die implementierte ungeheure Dynamik und Variation, die wir in RF4 erleben, etwas das wir vermutlich arg vermissen würden, wenn es plötzlich fehlte. Was wäre denn noch die Herausforderung und Spannung, wenn wir jeden Standort, Köder und Fisch jederzeit sicher voraussagen könnten und die Fänge nur noch abspulen müssten? Ist es nicht viel aufregender, eben nicht genau zu wissen, wann wo was anbeißen wird? Natürlich werden wir alles Mögliche tun, insbesondere in Turnieren, um einen bestimmten Zielfisch zu fangen – und finden ja auch reichlich Möglichkeiten, uns entsprechend zu informieren. Aber woran wir uns wahrscheinlich am längsten erinnern werden, sind diejenigen Fänge, die wir überhaupt nicht erwartet haben, weil sie uns total überraschten. Super-seltene Spezies wie beispielweise Albino-Welse oder Neunaugen, auf die man kaum gezielt fischen kann, aber natürlich auch die Supertrophies sind direkt für uns ins Spiel eingebaute Überraschungspakete, die jedem glücklichen Fänger ein unerwartetes – und kaum so schnell wiederkehrendes – Erfolgserlebnis besonderer Art verschaffen. Aber mich persönlich begeistert es schon, wenn ich z.B. plötzlich ein Rotauge auf einem Spinner lande, weil ich den Kunstköder natürlich eigentlich montiert habe, um Raubfische zu verführen – umso überraschender ist also der gierige Friedfisch. Überhaupt bietet RF4 kaum einen Köder oder einen Geräteaufbau, der absolut spezifisch wirkt. Das ist doch das Schöne: Auch nach dem Biss und im Drill bleibt selbst bei ganz alten Hasen, die alle Spielnuancen wirklich gut kennen, stets ein kleines Fragezeichen, was wohl am Ende tatsächlich am Haken hängt – mal von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen (mir fällt dazu eigentlich nur der Fischfetzen-Köder am Kristallsee ein, der mir noch nie etwas anderes als Quappen eingebracht hat). Mein Beitrag wäre unvollständig, wenn ich nicht an dieser Stelle auch ein kurzes Wort zu unangenehmen Überraschungen verlieren würde… denn auch die gibt es; sowohl im Leben wie im Spiel. Im Spiel teile ich sie in zwei Kategorien, nämlich zum einen die ungewollten, die aufgrund eines ja nie ganz auszuschließenden Bugs passiert sind. Das Gute an denen ist, dass die meisten gefunden und wieder beseitigt werden, denn die will wirklich niemand. Zum anderen mag uns auch unangenehm überraschen, wenn eigene persönliche Erwartungen plötzlich nicht mehr erfüllt werden. Dies kann durchaus gelegentlich aber sogar Entwickler-Absicht sein, und da müssen wir uns halt fragen, ob unsere Erwartungen nicht einfach unrealistisch oder zu kurzsichtig waren, denn aus Bösartigkeit handelt natürlich kein Spielemacher. Aber Spielemacher, die guten jedenfalls, haben immer einen Blick aufs Ganze, und der unterscheidet sich manchmal von der Perspektive des einen oder anderen Spielers. Schließen will ich mit einem kleinen Hinweis, wo wir in RF4 einen weiteren Überraschungseffekt haben, an den wir vielleicht gar nicht denken. Es ist eine Beobachtung, die zumindest ich immer wieder mache und – falls es nicht Einbildung ist – durchaus ein klein wenig Extra-Anerkennung verdient. Ist Euch auch schon aufgefallen, dass nach einer längeren Angelzeit, wenn ein Köder langsam nachlässt - aber auch manchmal tatsächlich schon beim allerersten Wurf - ein Köder, den Ihr schon lange nicht mehr benutzt habt, oder sogar noch nie - fast unmittelbar einen Fisch fängt? Das ist für mich nicht nur eine Motivation, immer wieder mal über einen Köderwechsel nachzudenken. Man bekommt sogar fast den Eindruck, als ob auch die RF4-Fische selbst Überraschungen lieben – und uns dafür mit einem schönen Anbiss belohnen. In diesem Sinne: Bleibt flexibel, genießt die Überraschungen des Spiels - und denkt daran, gelegentlich auch mal die Fische zu überraschen. Petri Heil!
  13. MonacoSteve

    Bärensee

    Ich kann kann madmoglis Spot und Setup bestätigen - hab mich heute früh auch mal 2 h hingestellt
  14. Liebe Angelfreunde, das Leben ist bunt – auch unter Wasser. Für das Tarnen und Warnen, aber auch für die Wahl von Partner und Nahrung nutzen die meisten Fische, die uns beim Angeln normalerweise interessieren, einen durchaus gut ausgeprägten Sehsinn, mit dem sie auch Farben hervorragend wahrnehmen und unterscheiden können. Entsprechend sind wir Angler gefordert, diesen Sinn zu verstehen und auch für uns zu nutzen. Wer diese Kunst gut beherrscht, wird stets erfolgreicher sein. Betritt man einen Angel-Laden, ist man von der Farbenvielfalt der angebotenen Köder, Schnüre, Haken und anderen Ausrüstungsgegenstände sicherlich erst einmal „erschlagen“ – und anders geht es uns als Spieler in RF4 wohl auch nicht. Viele Angebote in unseren Gewässershops sind nicht nur in unterschiedlichem Design, sondern auch – formidentisch – in allen möglichen Farb- und Mustervarianten erhältlich. Da fragt man sich zunächst einmal schon, welches Modell man um Himmels Willen denn jetzt kaufen und später am Wasser einsetzen soll. Denn eines ist klar: Diese Farbvielfalt ist keineswegs einfach nur eine ästhetische Spielerei, sondern hat eine sehr reale Bedeutung. Um uns die Sache mit den Farben etwas leichter zu machen, sollten wir zwei fürs Angeln besonders wichtige Faktoren ansehen: Die Nahrungswahl-Strategie der Fische und die Tarnung unserer Ausrüstung. Für ersteres – mithin also die Wahl der optimalen Köderfarbe – gibt es schon ein paar Richtlinien (z.B. hier: https://rf4game.de/forum/index.php?/topic/2682-guide-den-richtigen-kunstköder-wählen/), aber vielleicht sollten wir noch einmal allgemein zusammenfassen, welche Faustregeln uns die Entscheidung vereinfachen können. Kunstköder (Spinner, Blinker, Wobbler, Gummifische etc.) sind ja allesamt „Reizköder“ – der Fisch soll sie (a) gut sehen, aber sie müssen auch (b) in sein aktuelles Beuteschema passen. Auf (a) haben wir von Anfang an einen direkten Einfluss, (b) hingegen können wir oft nur ansatzweise wissen und müssen es ggf. durch Austesten verfeinern. Grundsätzlich kann man freilich sagen, dass klares Wasser und gutes Licht den Köder leicht und weithin sichtbar machen, während trübe Außenbedingungen und schlechte Lichtverhältnisse natürlich das Gegenteil bewirken. Bei Tag und heller Sonne beispielsweise brauchen wir also nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und können oft mit dezenten, natürlich wirkenden Köderfarben und – mustern den Fischen bei der Nahrungsauswahl am besten entgegenkommen. Schockfarben mögen hier sogar manchmal abschreckend wirken, zumal wenn der Fisch oder die Fischart diese Farbe ohnehin nicht präferiert. Im trüben, tiefen und dunklen Wasser oder in den dämmrigen Morgen- und Abendstunden sind kräftigere Farben hingegen durchaus angezeigt. Ein paar Beispiele mögen das weiter verdeutlichen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass silbrige oder bläuliche Köder besonders an hellen Vormittagen recht gut laufen. Am späteren Nachmittag sind goldene oder rötliche Köder eine Option. Nachts setze ich entweder auf hohe Kontraste (schwarze/weiße Farbe) oder – und insbesondere auch tagsüber bei Regen – auf starke Farben wie Rot oder Gelb. Darüber hinaus kann man auch ein paar Grund-Präferenzen für bestimmte Fischarten mit einbeziehen; so wähle ich z.B. Köder aus dem roten Farbspektrum gerne für Salmoniden, während barschartige Räuber durchaus mit der Farbe Grün gut verführbar sind. Letzteres gilt auch für den Hecht, wobei dieser aber auch „saisonale Schwankungen“ in seiner Köder(farben)präferenz haben kann, die es dann durch Ausprobieren (oder Nachschauen in den Wochen-Rekordlisten ) herauszufinden gilt. Ein ganz anderes – aber zunehmend wichtiges! – Thema ist die Tarnung. Alles was den Fisch von der Köderaufnahme abhalten könnte, wollen wir Angler natürlich möglichst unsichtbar machen. Das sind in erster Linie die Schnüre und Haken, aber z.B. auch Bleibeschwerungen und andere Ausrüstungsbestandteile, die ins Wasser und in die Nähe des Fisches gelangen. Dafür gibt es bereits seit langem einige gute Angebote in RF4, welche die meisten von Euch auch bereits kennen und nutzen, z.B. Schnüre oder Vorfächer aus Fluorkarbon für sensible, gut sehende (Raub-) Fische, oder besonders getarnte Futterkörbe beim Grundangeln. Es ist übrigens auch keine schlechte Idee, rote Naturköder auf rote Haken zu stecken. Aber wie wir seit unserem neuesten Gewässer (Bernsteinsee) wissen, geht das noch weiter, denn auch die Textur des Bodengrundes wirkt sich – vor allem beim stationären Angeln mit Pose oder auf Grund – künftig auf die optimale Wahl unserer Ausrüstung aus. Da kommt zur Farbe aber noch eine weitere Komponente, die wir nicht vergessen dürfen. Denn Bleie, Vorfächer und Leadcores gibt es zwar auch in verschiedenen Farben, die an unterschiedliche Gewässer-Untergründe (Sand, Lehm, Schlamm, Stein….) angepasst sind, aber wichtiger für ihre korrekte Verwendung in den neuen Grundangel-Rigs sind nicht so sehr die optischen sondern ihre physikalischen Eigenschaften im Zusammenspiel mit der gewählten Montage. Bei Bleien kommt es daher z.B. vor allem auf die Form und das Gewicht an. Grundsätzlich sollte man beim Angeln auf weichem (Schlamm) oder krautigem Untergrund darauf achten, Bleiformen zu wählen, die nicht so leicht einsinken, damit sie einen Köder nicht in die Bodenstruktur hineinziehen und für die Fische schlecht sichtbar machen. Verwendet man trotzdem kompakte Bleie, wäre es ratsam, zumindest lange Vorfächer und/oder Montagen mit auftreibenden (Pop–Up) Ködern dazu zu wählen. Kompakte, aerodynamische Bleie hingehen haben den Vorteil, dass man sie weiter werfen kann als „sperrige“ Formen, und diese eignen sich durchaus gut auf festem Bodengrund. Bei Vorfächern hängt die richtige Wahl in erster Linie von der Montage und vom Gewässerboden ab. Hier muss vor allem man auf Länge und Material-Sorte achten. Es gibt die weiche, die harte und die Hinged-Sorte. Harte, kurze Vorfächer ermöglichen ein besonderes sicheres Anhaken, aber sie eignen sich nur für festen Boden und werden auch vom vorsichtigen Fisch eher wahrgenommen. Als passende Montage für sie wäre z.B. das Chod Rig gut geeignet. Hinged-Vorfächer sollte man nur für das Hinged Stiff Rig verwenden. Weiche, längere und weiche Vorfächer sind für fast alle anderen Rigs gut geeignet, sowie auch überall da ratsam, wo die Bodenstruktur die Sichtbarkeit des Köder einschränkt (Krautbetten, Schlamm). Man kann mit ihnen misstrauische Fische besser überlisten – aber man riskiert bei ihnen auch sehr langes „Herumspielen“ sowie vermehrte Fehlbisse und Ausschlitzer. Beim Leadcore kann man z.B. auf lehmigem Grund gut mit oranger Farbe arbeiten; hier empfiehlt es sich dann aber vor allem, ein kürzeres Vorfach zu wählen, weil kürzere Vorfächer besseres Anhaken garantieren (siehe oben). Ihr seht also: Farbe war, ist, und bleibt ein bedeutender Faktor Eurer Angelstrategie! Wenn Ihr dies bedenkt, werdet Ihr mit Sicherheit mehr Erfolge erzielen. In diesem Sinn wünsche ich Euch Frohe Festtage, ein super-tolles erfolgreiches neues Jahr und dabei natürlich ganz viel Petri Heil!
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