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MonacoSteve

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  1. Liebe Angelfreunde, Das Rezept für eine aktive, interessante und lebendige Gemeinschaft ist und bleibt gute Kommunikation und hohe Transparenz. Ich möchte daher heute vorrangig zunächst ein großes Lob anbringen. Ein Lob, dass sich alle verdienen, die hier im Forum über ihre Angelerlebnisse und Angelerfolge schreiben. Gerade für Spieler (wie übrigens auch mich), deren Zeit durch das reale Leben (RL) nicht beliebig frei und flexibel ist, die vielleicht nur wenige Stunden pro Tag oder sogar pro Woche Gelegenheit haben, sich mit RF4 zu befassen, weil sie z.B. täglich 8 h arbeiten und/oder Familienpflichten (oder sogar -sorgen) haben, kann es gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn andere darüber berichten, was sie herausgefunden und wo sie mit besonderem Erfolg ihre Fische gefangen haben (ja sogar Misserfolge sind interessant). Auch wenn wir natürlich wissen, dass Spots und Montagen nicht bei jedem von uns stets genau gleich gut funktionieren, und auch wenn manches, was ein Top-Spieler kann und hat, für andere vielleicht noch gar nicht erreichbar ist: Trotzdem ist jeder solche Hinweis wirklich hilfreich und bietet zumindest eine Orientierungshilfe, so das man selbst nicht immer völlig „bei Null“ beginnen muss. Auch Spieler, die anderen im Chat schnell und unkompliziert eine helfende Antwort geben, statt nur mit ironischen oder witzig gemeinten Kommentaren zu reagieren, gehören für mich zur Kategorie „Rettender Engel“. Denn schon in der Schule hat man mir beigebracht, dass es keine dummen Fragen gibt, sondern höchsten dumme Antworten. Wer Informationen nicht teilen möchte – und niemand kann natürlich dazu gezwungen werden – , sagt also besser einfach gar nichts. Obwohl es eigentlich bedauerlich wäre, nur „Herrschaftswissen“ zu sammeln und darauf sitzen zu bleiben. Was sollte es denn schaden, andere Spieler an einer guten Angelstelle des Spiels teilhaben zu lassen? Es wird einem selbst doch nichts weggenommen. Im Gegenteil: Es ist eine Win-Win-Situation. Nicht ganz, wendet jetzt vielleicht der eine oder andere ein, „Big Brother“ liest mit; wenn irgendwo zu erfolgreich geangelt wird, dreht uns RF4 doch gleich den Hahn zu, senkt die Bissraten, lässt die Fische abwandern…. Zuviel Spieler-Erfolg, wird dann sogar manchmal behauptet, sei ja wohl zu schlecht für das Geschäft. Aber das ist Unsinn und eine reine Verschwörungstheorie. RF4 reagiert nur, wenn irgendwo ein gravierender Bug auftaucht, der die Gesamtbalance des Spiels langfristig gefährden würde. Und auch dann sind es nicht Eure begeisterten Erfolgsberichte, die zu Korrekturen führen, sondern die Statistiken aus allen Communities, die routinemäßig laufend beobachtet werden. Ich kann also nur jeden wirklich herzlich ermutigen, sich im Forum weiterhin offen und informativ auszutauschen. Das Schönste an jedem Erfolg ist es doch, ihn mit anderen teilen zu können! Also: Bitte macht weiter so -- und redet darüber, was Euch gelingt, aber auch, was nicht. Wir freuen uns über jeden konstruktiven Beitrag. Petri Heil!
  2. MonacoSteve

    Feines Fischen

    Liebe RF4-Freunde, in meinem heutigen Beitrag geht es um einen aktuellen Trend, den ich seit einiger Zeit beobachte und ein wenig kommentieren möchte, zumal ich selbst ein ganz großer Fan davon geworden bin: Das leichte und feine Angeln in RF4. Obwohl es "Light"- und Ultralight"-Angelruten sowie super-dünne Schnüre in RF4 von Anfang an gegeben hat, führte dieses Angebot lange eigentlich eher ein Schattendasein. Das ist auch nachvollziehbar, weil es zunächst ja das natürliche Bestreben jedes Spielers ist, seine Ausrüstung robuster und widerstandsfähiger zu machen, um auch größere Fische und Trophäen bewältigen zu können. Und wir wissen ja auch, dass viele Fischarten gar nicht so empfindlich sind, was zum Beispiel die Scheuchwirkung von Schnüren angeht. Man kann also stets sehr schöne Erfolge beim normalen Angeln erzielen. Warum sollte ich also freiwillig Gerät erwerben und verwenden, dass auf den ersten Blick schwach und empfindlich erscheint? Ja, so habe ich auch lange gedacht, und meine Gerätschaft vorrangig im Hinblick auf Power optimiert. Aber spätestens wenn man sich irgendwann mal die stärkte Karpfenrute, besonders kraftvolle Rollen und vieles andere gekauft hat, was das Spiel an „High-End“-Material ebenso bietet, kommt vielleicht ein Zeitpunkt, wo man ernsthaft über neue Alternativen nachzudenken beginnt. RF4 hat mit der Einführung eines speziellen Gewässers diese Motivation maßgeblich weiter beflügelt. Am Fluss Belaja können bereits Spieler mit relativ niedrigem Level angeln, aber wer sich nicht gerade darauf fokussiert, sich mit einem Taimen anzulegen, ist wirklich gut beraten, dort auch leichte oder ultraleichte Ausrüstung für den regelmäßigen Erfolg einzusetzen – und das haben viele auch getan. RF4 hat diese „Bewegung“ konsequent weiter unterstützt mit neuen Kunstködern, die sich auch von Ruten mit niedrigem Wurfgewicht gut auswerfen lassen - und natürlich mit der Einführung der UL-Ranglisten, auf denen inzwischen viele Spieler regelmäßig um Spitzenpositionen kämpfen. Das UL-Angeln ist also inzwischen voll in der Community angekommen. Und das nicht nur auf dem Fluss Belaja. Mit UL-Spinnausrüstung – oft kombiniert mit einer Wacky-Rig-Montage, die auch lange Zeit nicht so recht akzeptiert worden war – lassen sich an allen Gewässern sehr interessante und vielfältige Fänge und so manche Überraschung erzielen. Aber es muss gar nicht beim Spinnangeln bleiben. In den letzten Wochen entdecken immer mehr Spieler, dass sich auch mit den anderen Angelmethoden, sei es das Grund-oder Posenfischen, außerordentlich interessante Erfolge einstellen, wenn man sie nicht nur am oberen Leistungslimit fischt, sondern zur Abwechslung auch mal sehr fein und leicht, z.B. mit dünnen FC-Schnüren und hochwertigen Haken der eher kleinen Kategorie. So hat beispielweise die Jagd auf die sogenannten „Z-Fische“ (gemeint sind Zährte, Zobel und Zope) am Großen Strom neue Fahrt aufgenommen, nachdem sich zeigte, dass man die Ausbeute an Trophäen durchaus erhöhen kann, wenn man eine 3,4kg-Fluoro-Schnur (ohne Vorfach) an die Grundangel montiert und kleine Larven als Köder anbietet. Und ähnliche Montagen funktionieren auch an anderen Gewässern mit zum Teil geradezu atemberaubenden Erfolgsquoten. Schließlich möchte ich noch erwähnen, dass es sich durchaus lohnen kann, auch mal eine Stipprute mit extra-dünnen Schnüren von 0,10- 0,12 mm zu bestücken, denn so kann man sehr viel befriedigendere Bissraten beim Angeln auf Köderfische erreichen als mit Standard-Schnüren. Wer sich jetzt besorgt fragt, ob man mit solchen Ausstattungen nicht laufend Schnurbrüche und Materialverlust quasi automatisch provoziert, den kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sehr beruhigen. Ich habe beim leichten und ultraleichten Angeln nicht mehr Abrisse als sonst auch. Solange die Montage klug gewählt ist, man die geringe Schnurdicke (und begrenzte Spulenkapazität der Rollen) durch entsprechend höhere Schnurlängen ausgleicht, keine Monster-Köder verwendet werden und die Ausrüstung insgesamt hochwertig und gut in Schuss ist, wird man fast alle Fische auch landen können, und stets durch hohe Bissraten, rasch gefüllte Kescher und immer wieder absolut tolle Drills belohnt. Für Langeweile ist beim leichten Fischen in RF4 garantiert kein Platz. Probiert es selber aus! Petri Heil!
  3. Finde ich eine Super-Idee. Da kann jeder mitmachen, das Gerät kann sich jeder am Waldsee holen. Dazu ein Gewässer, wo jeder hin kann - und fertig ist das Turnier :-).
  4. MonacoSteve

    Warum nicht jeder Mangel ein Bug ist

    Liebe RF4-Freunde, immer wieder stoße ich auf Beiträge und Diskussionen im Forum, die sich um das Thema „Was bringt mir eine bestimmte Weiterentwicklung?“ oder „Was bringt mir eine bestimmte Ausstattung?“ drehen. Oftmals melden sich dabei dann nicht nur Neulinge, sondern auch gerade sehr erfahrene und fortgeschrittene Spieler zu Wort. Und dabei hört man dann auch gelegentlich, dass sich bestimmte Spiel-Eigenschaften, Neuerungen und Elemente gar nicht in dem erwarteten Maße lohnen würden, und eher zu Enttäuschungen geführt hätten. Nehmen wir als Beispiel das Spinnfischen. Diese Angelmethode war schon immer ein wenig das „Stiefkind“ bei RF4, und viele Spieler waren davor etwas zurückgeschreckt. Aber es gab auch andere (mich z.B. eingeschlossen), die gleich Spaß daran hatten und sich dann auch gut weiterentwickeln konnten, obwohl auch wir „Spezialisten“ gelegentlich auf Dinge stießen, die unseren Erwartungen nicht entsprachen (z.B. beim erst spät freigeschalteten Carolina-Rig, welches sich lange Zeit aber nicht richtig führen ließ und entsprechend wenig fing). Auch war es schon immer so, dass bestimmte Kunstköder besser als andere liefen und man sich manchmal fragte, ob das nicht mehr ausbalanciert werden müsste. Mit neuen Patches und der Einführung des Flusses Belaja hatte sich das RF4-Team dem Thema dann nochmal neu angenommen und versucht, die Methode attraktiver zu machen. Das Feedback aus der Community aber zeigt uns, dass das bisher nur teilweise gelungen ist. Die Erwartungen der Spieler sind offenbar häufig höher als das, was bestimmte Angebote tatsächlich liefern. Unter Kritik geraten sind bei einigen immer wieder auch bestimmte hochwertige Ausstattungsgegenstände, auf die viele Spieler lange hinarbeiten, und nach deren Erwerb sich scheinbar der erwartete Erfolg nicht einstellt (z.B. bei Jerk-Ruten). Wenn Profis berichten, dass sie damit nicht besser oder sogar schlechter fangen als mit mittlerem Equipment, hat das natürlich Einfluss auf die übrigen Spieler und deren Motivation. Solche Diskussionen verfolgt auch das RF4-Team mit aller nötigen Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Und es ist nie ausgeschlossen, dass irgendwo tatsächlich Bugs versteckt sind. Das wird regelmäßig geprüft und hat seinen festen Platz im Entwicklungsplan. Beim Carolina-Rig war das z.B. so. Das Problem der mangelnden Führbarkeit wurde als Fehler erkannt und inzwischen behoben. Darüber wurden die Spieler auch in den Patch-Nachrichten informiert. Man könnte höchstens fragen „Warum erst jetzt? Warum so spät?“, aber da diese Montage auch erst sehr spät freigeschaltet wird, brauchte es länger, bis ausreichend viele Spieler an diesem Punkt angekommen waren und statistisch eindeutige Daten geliefert haben. Aber es sind nicht nur Bugs. Manche „Mängel“ sind tatsächlich gar keine, sondern dem Umstand geschuldet, dass das Spiel eben nicht fertig ist. Diesen oft gemachten Hinweis möchten manche vielleicht inzwischen nicht mehr hören, aber die Tatsache bleibt. Es gibt für RF4 ein Gesamtkonzept, das zwar durchaus einen gewissen Grad an Flexibilität aufweist (wir lesen und bedenken alle Eure Ideen und Vorschläge!), aber dennoch insgesamt einem Masterplan folgt. Das hat zwei Konsequenzen, die wir hier (und speziell in der deutschen Community) vielleicht nicht vergessen sollten: Zum einen ist RF4 zunächst und vorrangig ein für den Russischen Markt entwickelter Titel. Das wäre sogar möglicherweise auch so geblieben, wenn es nicht begeisterte Streamer aus anderen Nationen entdeckt und so publik gemacht hätten, dass es sich am Ende lohnte, für einige dieser Länder eigene Niederlassungen aufzubauen, von denen u.a. ja unsere deutsche Version inzwischen betreut wird, wie Ihr wisst. Dennoch muss uns klar bleiben, dass es sich bei RF4 – das sagt ja auch schon der Name – um ein russisches Generalkonzept handelt; das betrifft die Gewässer, die Fauna, aber eben auch alles andere drum herum (z.B. die Wirtschaft, Ernährung, etc.). Manches mag für uns daher etwas befremdlich wirken (ich habe sogar schon erste beunruhigte Kommentare bezüglich der neu angekündigten Fähigkeit „Kochkunst“ gehört, weil sich vielleicht der eine oder andere bei uns fragt, was das in einem Angelspiel soll). Aber für andere Spieler-Communities mag das hochattraktiv sein. Also: Wir deutschen Spieler partizipieren an einem tollen, technisch hochentwickelten Spiel aus Russland – und wir werden zwar durchaus von Denis, Alex und seinem für Deutschland zuständigen Team gehört, aber unsere Wünsche fließen mit denen aus anderen Ländern zusammen und müssen sich am Ende auch im Gesamtplan bewähren. Dem sollten wir mit Verständnis begegnen. Zum zweiten gab und gibt es in RF4 auch stets Elemente, die zwar aus entwicklungstechnischen Gründen schon vorhanden und eingebaut sind, deren Bedeutung und Wert sich aber erst in einem später vorgesehenen Kontext voll erschließt. Aufmerksame Spieler werden z.B. den vom ersten Tag an lesbaren Gewässerstartseiten-Hinweis kennen, dass man sich zur Erholung auch „am Lagerfeuer aufwärmen kann“. Tatsächlich hat es fast ein Jahr gebraucht, bis das tatsächlich eingeführt wurde. Trotzdem stand der Text schon immer da – denn er bezog sich auf eine geplante Entwicklung. Man mag einwenden, dass man sowas doch auch aktuell hätte anpassen können, und bei so einem Text mag das vielleicht auch stimmen, aber für andere Dinge – und auch mit Blick auf eine ökonomische Gesamtplanung – gilt das eben nicht. Wenn also bestimmte Gegenstände oder Eigenschaften – gerade hochwertige oder spät erreichbare – für die besonders aktiven Spieler, die sie schon erworben oder erreicht haben, nicht die erwarteten Effekte aufweisen, kann das auch daran liegen, dass sie noch nicht im final vorgesehenen Kontext stehen. Hier ist dann einfach Geduld und ein wenig Vertrauen gefragt, dass das RF4-Team schon weiß, was es tut. Ich hoffe, dass Euch diese Ausführungen etwas weiterhelfen. Petri Heil!
  5. MonacoSteve

    Die Richtige Rute wählen [GUIDE]

    Sehr schön, Tobi. Mach so weiter!
  6. Liebe Angelfreunde, Ihr habt es mitbekommen - und auch teilweise schon fleißig mitdiskutiert (siehe hier): Ich möchte Euch hierzu folgende kurze Überlegungen aus meiner Sicht anbieten: Die offiziellen Streams, die von Mitgliedern des RF4-Teams auch als solche angekündigt und durchgeführt wurden, waren als Angebot an die RF4-Community gedacht. Über solche Kanäle – und nur über solche! – konntet Ihr valide und vom Management abgesicherte Informationen über Spielinhalte – und zwar aktuelle und auch geplante – erhalten. Außerdem hattet Ihr Gelegenheit, Antworten auf Fragen zu bekommen. Diese Informationen wird es auch künftig geben. Allerdings aber aus den angeführten Gründen nicht mehr „Life und in Farbe“, denn es hat sich gezeigt, dass das gewählte Format (Twitch) sich dafür nicht optimal eignete. Wir hatten zwar ein sehr großes Interesse an solchen Events registriert, aber eben auch viel Unzufriedenheit über den Ablauf (wobei das vollständige Beantworten von Fragen – selbst wenn viele schon vorab im Forum gesammelt wurden – häufig an der schieren Masse und hohen Dynamik des Begleit-Chats scheiterte, und unsere sonstigen Informationen leider immer wieder das Opfer von unsachgemäßer und überzogener Kritik weniger, aber umso mehr aktiver „Unruhestifter“ wurden. Dennoch wird das Team Euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten; dazu war und ist unser Forum da, wo man ja ebenfalls diskutieren kann, wo aber alle Beteiligten etwas mehr Zeit und Ruhe haben, sich ihre Argumente in konstruktiver Weise zurechtzulegen. Und destruktive Äußerungen lassen sich dort ebenfalls viel effektiver handeln. Was nun die Streams angeht, so wird es auch die natürlich weiterhin geben, und zwar in der gleichen Weise, wie sie schon seit mehr als einem Jahr für RF4 angeboten werden. Sie sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil in der Gesamtkommunikation; in Streams geben begeisterte und (meist auch) erfahrene Spieler sowohl eigene Erlebnisse als auch Tipps und Tricks weiter und liefern, wenn gut gemacht, zusätzlich noch eine Menge Spaß mit Unterhaltungswert. Des weiteren geben wir jetzt ausgewählten Streamern (nicht jedem) die Möglichkeit, die Wettbewerbsteilnehmer-Zahl zu erhöhen. Wenn Ihr das als Streamer in Anspruch nehmen wollt, dann schreibt bitte an turniere@rf4game. Als Zuschauer müsst Euch lediglich darüber im Klaren sein, dass gestreamte Botschaften keinen offiziellen Charakter (mehr) haben. Es gibt nämlich (leider) auch Streams/Streamer, die unrichtige Informationen weitergeben, sei es, weil sie es nicht besser wissen, zweifelhafte Quellen nutzen, oder weil sie Gerüchten aufsitzen. Dennoch – ohne dass ich jetzt Werbung für bestimmte Personen machen kann oder will – kennen die meisten von Euch auch Anbieter, deren Aussagen wirklich Gewicht haben, weil sie sich schon lange und ernsthaft genug mit RF4 beschäftigen. Manche streamen fast "vom ersten Tag" an, und ich selber hätte wohl kaum zu RF4 gefunden, wenn es damals keine solchen Streams gegeben hätte. Mein Tipp ist also: Wie mit allem anderen im Leben (und im Internet sowieso) ist es Euch auch hier vorbehalten, Eure Informationsquellen gut zu wählen. Qualitativ gute Spieler-Streams werden Euch weiterhin hervorragende Unterstützung und Unterhaltung bieten, und die sind nicht wirklich schwer zu finden. Und wer sich nur auf Gerüchte-Köche verlässt, ist am Ende selber schuld. Ihr habt die Wahl J. Petri Heil!
  7. MonacoSteve

    Auf guten Führungsstil kommt es an

    Liebe RF4-Spieler, jeder erfahrene Manager und Personalverantwortliche weiß, dass Erfolg oder Misserfolg einer Firma ganz wesentlich davon abhängen, wie die Mitarbeiter geführt werden; sprich: der richtige Führungsstil ist entscheidend. Interessanterweise gilt das gleiche auch bei uns Anglern, wenn auch nicht im Hinblick auf Projekte und Personen. Aber jeder, der schon mal eine montierte Spinnangel in die Hand genommen hat – und da spielt es keine Rolle, ob sie physikalisch echt oder wie in RF4 simuliert wird – steht unmittelbar vor der Frage, wie denn nun der Kunstköder den Fischen angeboten werden muss, damit sie sich zum Anbiss verführen lassen. Eins ist sonnenklar: Anders als beim stationären Grund- und Posenangeln reicht es nicht aus, den Köder einfach ins Wasser zu befördern und dann abzuwarten, bis ein interessierter Fisch vorbeischwimmt. Beim Spinnfischen suchen wir aktiv den Fisch und gaukeln ihm dabei eine mobile Beute vor, die er jagen und packen will. Da muss einerseits natürlich das aktuelle Beuteschema stimmen – wählen wir also falsche Farben oder Formen bei unseren Spinnfisch-Ködern, werden wir weniger Bisse bekommen, weil die Raubfische gerade auf ganz andere Opfer „stehen“. In natura würden wir versuchen, die im Gewässer derzeit vorherrschenden Beutetier-Bedingungen herauszufinden und nachzuahmen; in RF4 müssen wir da stets etwas experimentieren und auch ganz allgemein gültige Grundbedingungen wie Wetter und Tageszeit berücksichtigen. Aber selbst mit einem grundsätzlich richtigen Köder stellt sich nicht unbedingt gleich der optimale Fang-Erfolg ein, wenn der Köder auf suboptimale Weise angeboten wird. Dass wir bodennah lebende Fische eher mit tief laufenden und Oberflächenjäger mit Topwater-Ködern erreichen, leuchtet noch am ehesten ein. Doch damit ist es eben immer noch nicht getan. Auch die Art, wie sich ein Kunstköder im Wasser bewegt spielt eine enorme Rolle – und damit sind wir beim Führungsstil. Klar, ich kann jeden Spinner, Blinker, Wobbler oder Jig stets einfach gleichmäßig durchs Gewässer kurbeln, und werde damit Fische fangen. Viel besser fängt man aber, wenn man die Köderführung variiert. RF4 bietet uns hier erstaunlich viele verschiedene interessante Möglichkeiten, wovon ich auf einige heute einmal etwas genauer eingehen will. Zunächst: Was haben wir da? Die bekanntesten und wichtigsten Führungarten, die viele sicher auch schon kennen, sind das Jiggen („Jig-Führung“), Twitchen, und die „Stop&Go-Führung“. Dazu kommen dann noch „Schnelles Einkurbeln“ und „Führung mit Zwischenstopp“, und – weniger bekannt, weil es überwiegen beim fortgeschrittenen Jerkangeln eingesetzt wird – das „Gieren“. Aber auch die häufig gemeldete „Grundberührung“ ist im Grunde schon eine Führungsmethode, und wir wollen auch das „Treibangeln“ nicht vergessen, obwohl die beiden letztgenannten nicht nur beim Spinnangeln sondern z.B. gerade auch beim Posenfischen Anwendung finden. Wovon hängt es nun ab, einen Kunst-Köder optimal zu führen? Da müssen wir tatsächlich bereits bei der Angelrute beginnen, denn nicht jede Rute erlaubt jede Führungsart. Und ebenso wenig eignet sich jeder Kunstköder für jede Führungsmethode. Grundsätzlich gilt, dass man mit weichen (also „schnellen“) Ruten keine raschen kurzen Köderbewegungen durchbringt. Für das „Twitchen“ und „Gieren“ also, mit denen man Wobbler bzw. Jerks während des Einkurbelns mit der rechten Maustaste in zuckende, ruckende Bewegungen versetzt, braucht man also harte Ruten. Bei der „Jig-Führung“ wiederum, die v.a. natürlich Jig-Köder (Gummifische, Twister etc..), aber auch abgesunkene Blinker rhythmisch über den Grund „hopsen“ lässt, indem man beim Einholen regelmäßig zwischen kurzen Kurbel- und Pausenphasen wechselt, kommt es weniger auf die Rute als darauf an, stets die richtige Geschwindigkeit zu wählen. Konstanter Grundkontakt ist ebenfalls nötig, aber entlang steiler ansteigendem Bodengrund lässt sich diese Jig-Führung trotzdem nicht halten. Es kommt also durchaus auf Details an, ob es wirklich klappt. So ist es beispielsweise beim Stop&Go, wo man einen im Freiwasser laufenden Kunstköder mit bestimmten zeitlichen Unterbrechungen einkurbelt, so dass diese Führung bei einer Grundberührung sofort endet. Twitchen, Gieren, Stop&Go und Jiggen sind übrigens Methoden, die uns so lange permanent links über dem Belastungsbalken rückgemeldet werden, wie wir es schaffen, unseren Köder entsprechend zu bewegen - im Idealfall also während des gesamten Einholens. Anders ist es mit der Meldung bei „Führung mit Zwischenstopp“, einer Stop&Go-Variante mit längeren Intervallen, die auch nur bei Freiwasserführung funktioniert und wo uns nur die Pausephase gemeldet wird. Das gilt auch für „Schnelles Einkurbeln“, für das wir nur Feedback während einer begrenzten Phase erhalten, in der Köder schneller bewegt wird. Es würde zu weit führen, hier auf sämtliche Führungsmethoden und ihre genauen Rahmen- und Anwendungsbedingungen erschöpfend einzugehen, zumal meine Aufzählung noch gar nicht unbedingt komplett ist (RF4 entwickelt sich, wie wir wissen, stetig weiter…), und es soll Euch ja auch noch Raum für eigene Experimente bleiben. Wichtig ist es aber, zu wissen, dass man mit seinen Ködern auch in RF4 viel mehr machen kann als sie nur einfach „zu baden“, und dieser kleine Artikel soll Euch dazu ermutigen, mehr auszuprobieren, damit Eure Erlebnisse noch abwechslungsreicher werden - und nicht zuletzt dadurch auch Eure Fangerfolge noch besser. Petri Heil!
  8. Liebe RF4-Spieler, nun liegt der Patch, durch den – unter anderem – Änderungen an der Reparturmöglichkeit unserer digitalen Angelruten-Blanks vorgenommen wurden, schon etwas zurück. Trotzdem mag es Sinn machen, das Thema nochmal aufzugreifen, das vor allem im Vorfeld des Patchs für eine Menge Aufregung gesorgt hat. Tatsächlich brachte die Ankündigung, dass Rutenblanks („Blank“ = die Angelrute ohne Griffteil und Schnurführungs-Ringe) künftig nicht mehr reparierbar sind, einen Teil der Community gewaltig in Wallung. Obwohl gleichzeitig mitgeteilt wurde, dass im Gegenzug die Verschleißdauer der Blanks jetzt drastisch reduziert ist, konnte sich mancher Spieler kaum noch beruhigen – hatte man doch vielleicht sogar (mit Echtgeld erworbene) Goldmünzen für den Kauf einer teuren Angelrute eingesetzt, und konnte bisher davon ausgehen, dass das gute Stück nun – regelmäßige Instandsetzung und erfolgreiche Vermeidung eines Bruchs vorausgesetzt – solange verfügbar sein würde wie es das Spiel RF4 gibt. Und nun das! Wir haben im Team zwar versucht, alles so gut wie möglich zu erklären, aber wenn ich zum Beispiel an den „Shitstorm“ in Tommys Pre-Launch-Lifestream denke, oder an manchen Forums-Beitrag hier, so gingen die „Stimmen der Vernunft“ erst mal recht kläglich unter. Selbst viele Spieler, die ich sonst als besonnen kenne, haben in ihren Beiträgen zunächst überwiegend Sorgen und Bedenken geäußert. Woher kam das? Tatsache ist: Das, was viele Spieler bewegte, muss man auf der emotionalen Seite ansiedeln. Da mochte mit Zahlen und Fakten rational noch so oft versichert werden, dass diese Änderung keine Nachteile bringt. Dass sogar das Gegenteil der Fall ist und man jetzt bis zur völligen Abnutzung eines Blanks schon längst das Geld für mindestens neue 5 Ruten erfarmt hat. Dass die (einmalige) kostenlose Komplett-Reparatur aller Ruten beim Patch ja auch schon einiges einspart. Aber emotional waren die Leute nicht zu erreichen. Viele verschlossen sich an dem Punkt weiteren Argumenten, als sie erkannten: Früher konnte ich jede meiner Ruten zu jedem mir beliebigen Zeitpunkt wieder in den 100%-Zustand zurückversetzen (klar, kostete Zeit und Silber/Gold, aber ich konnte). Jetzt ist diese Möglichkeit weg, die Rutenblanks verschleißen unaufhaltsam, langsam aber sicher, bis sie irgendwann unbrauchbar geworden sind. Als Spieler habe ich die Kontrolle über etwas verloren., was ich früher selbst entscheiden konnte. Und ganz unabhängig von einem befürchteten materiellen Verlust (den es so nicht gibt, wie ich Euch gleich zeigen werde) -- Kontrollverlust mag niemand. Das ist ein bisschen so wie wenn man in seinem Auto plötzlich auf den Beifahrerersitz gepflanzt wird, und ein anderer das Steuer übernimmt. Selbst wenn man weiß, dass der neue Fahrer viel besser fährt als man selber, wird man sich dabei erst mal nicht wohl fühlen. Außerdem haben gerade wir Deutschen häufig das grundsätzliche Bedürfnis, unsere Sachen stets in Ordnung zu halten - und deshalb reparieren viele Spieler ihre Ausrüstung auch viel zu früh! Ich will die ganze Diskussion keineswegs nochmal starten. Eure Argumente bezüglich Gold/Echtgeld-Käufen haben wir im Team durchaus nicht übersehen. Und es ist uns auch klar, dass mancher die Zahlen, die wir Euch mitgeteilt hatten, nicht gleich verstanden hat. Aber wir waren – und sind – durch genaue Berechnungen und Prüfungen völlig sicher, dass wir Euch Spielern keinerlei Schaden zufügen. Wir haben im Gegenteil tatsächlich eine Änderung vorgenommen, die Euch am Ende des Tages nur Vorteile bringt. Und ich denke, dass auch viele Kritiker das nach der Veröffentlichung des Patches inzwischen bereits merken – was erneut viel mehr hilft als jede Argumentation. Nichts bringt eben mehr als selbst die Erfahrung zu machen, dass die Dinge nicht so schlimm sind wie wir sie uns - als typisch deutsche Bedenkenträger von denen auch ich mich nicht immer ausnehmen kann - reflexartig ausmalen. Daher waren wir sicher, dass sich die Situation nach dem Patch beruhigen würde – was in der Tat passiert und auch uns beruhigt. Lasst es mich trotzdem nochmal auf einen Nenner bringen: Durch die neue Verschleißformel verzögert sich der Abbau der Ruten-Blanks erheblich. Insgesamt ist er über fünfmal langsamer geworden als vorher. Zusätzlich hängt die aktuelle Verschleiß-Geschwindigkeit auch stets noch davon ab, wie stark eine Rute bereits verschlissen ist. Das heißt, der Verschleiß verläuft nicht linear. Und auch das ist nicht zu Eurem Nachteil, sondern wiederum zum Vorteil geregelt: Eure Rutenblanks werden bis zum Erreichen von 10% Verschleiß zunächst nämlich sogar 20 mal langsamer abbauen als früher! Ihr könnt also eine relativ wenig verschlissene Rute jetzt etwa 20 x länger verwenden als vorher. Danach beschleunigt sich zwar der Verschleiß graduell, aber – wie gesagt – selbst wenn Ihr Eure Rute bis zum Ende verwenden würdet, hätte sie im Vergleich zu früher immer noch mindestens 5 x länger gehalten. Das ist ein ziemlich guter Deal. Und er wird vielleicht noch besser, wenn man sich auch vor Augen führt, dass früher 10 Blank-Reparaturen, durchgeführt immer bei 10% Verschleiß, zusammen genauso viel gekostet haben wie eine komplette neue Rute. Bis Ihr also jetzt (freilich endgültig) 10% Verschleiß erreicht (Erinnerung: was 20 mal langsamer geht als vorher) hättet Ihr vorher für einen Blank, der nie stärker als 10% verschlissen war, schon 19 x zwischenreparieren müssen; also bereits praktisch das Geld für 2 neue Ruten ausgegeben! Zum Schluss noch ein weiterer kleinerer Hinweis für aufmerksame Leser. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere, was Denis früher wiederholt bezüglich komplett gebrochener Angelrollen sagte. Wer schlau war, hatte sie trotzdem behalten (ich war leider nicht so schlau, muss ich zugeben). Mehr sage ich nicht -- und überlasse es natürlich Euch, wie Ihr mit Ruten umgehen wollt, die Ihr – wenn es mal soweit ist – für zu stark abgenutzt haltet.
  9. Liebe Freunde von RF4! Heute wird es ein bisschen philosophisch – aber es ist ein immer wiederkehrendes Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Unsere stete Suche nach Zusammenhängen und unsere Erwartungshaltungen beeinflussen unser Spiele-Erleben nämlich mehr als wir alle denken – niemand ist davor gefeit (auch ich nicht). Aber es kann manchmal helfen, sich diese Tatsache bewusst zu machen. Viele Computerspiele enthalten eine ganze Reihe von gewollten Zufallselementen, die den Spielverlauf weniger vorhersehbar – und damit bewusst spannender – machen. Das ist auch in RF4 so. Natürlich unterliegen alle wichtigen Rahmenbedingungen Regeln. Sie sind sozusagen das „fest verdrahtete“ Gerüst, sonst könnte man überhaupt keine zutreffenden Vorhersagen machen oder Strategien entwickeln. Aber viele Ereignisse werden anschließend noch innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite vom Zufallsgenerator final „ausgewürfelt“. So gibt es beispielsweise selbst an einem aktiven Angelspot und mit richtig gewähltem Equipment keine Garantie, dass man stets die erwartete Zahl und Qualität an Zielfischen fängt. Es gibt Phasen, da läuft es einfach nicht. Tagelang beißt keine Trophy mehr. Warum nur? fragen wir dann. Was haben die Entwickler geändert? Oder wenn eine Angelmethode, mit der es vorher prima lief, z.B. nach einem Patch plötzlich zu versagen scheint, dann kommt man schnell auf den Gedanken, dass da jetzt ein Bug sein muss, oder - noch schlimmer - die Entwickler sogar bewusst etwas zur Erschwernis für die Spieler eingebaut haben. Denn unser Hirn sagt: Da muss doch ein Gund, eine Absicht dahinterstecken! Seid versichert: Muss es nicht. Wenn es so wäre, hätten wir es in den Patch-Notes erfahren. Aber unser Hirn ist seit Urzeiten darauf programmiert, überall Ursachen und Zusammenhänge zu suchen, auch da, wo gar keine sind. Das hat Jahrtausende lang unser Überleben gesichert. Wenn einmal ein Säbelzahntiger hinter einem Haselnuss-Gebüsch hervorsprang (und man das überstand), war es vermutlich besser, künftig die Nähe von Haselnuss-Sträuchern zu meiden. Es fällt uns naturgemäß extrem schwer zu glauben, dass etwas rein zufällig passiert; wir versuchen hartnäckig, einen Sinn hinter jedem Ereignis, jedem Schicksal zu finden – was ja durchaus oft stimmt, aber oft eben auch nicht. Das voll zu akzeptieren, da sträuben sich vielen die Haare. Dann konstruiert sich unser Hirn lieber irgendeinen Zusammenhang, und sei er noch so abwegig, als gar keinen hinzunehmen. Genau so kommt es auch zu den Verschwörungstheorien. Und die sind sehr schwer wieder aus der Welt zu schaffen. Ein anderes Beispiel. Es ist wie verhext: Nähert man sich endlich der nächsten Levelstufe – es fehlt wirklich nur noch eine überschaubare Zahl an EP – fängt man plötzlich nur noch Kleinzeug. Das höre ich oft, und wenn ich ehrlich bin, kommt es auch mir manchmal fast so vor, als würde irgendein „böser Geist“ mir immer dann eine Extra-Bremse verpassen, wenn ich kurz vor einem ersehnten Ziel stehe. Computerspiele mit vielen Zufallsfaktoren sind besonders prädestiniert für dieses Gefühl. Aber auch hier erliegen wir einer Selbsttäuschung, liebe Freunde. Niemand fängt vor einem Level-Up schlechter oder weniger als sonst. Man fängt auch nicht plötzlich weniger Zielfische, nur weil sie in einem Wettkampf gefordert werden. Kein Spielproduzent wird Geld und Entwicklungszeit in komplizierte, kontraproduktive Extra-Maßnahmen investieren, nur um die Community (und somit seine Kunden!) absichtlich zu frustrieren. Ja, manchmal kommt es einem trotzdem so vor. Aber nur, weil sich unsere Erwartungshaltung verändert hat. Wenn wir verstärkt auf ein bestimmtes Ereignis achten, scheinen Zeit und Ziel sich zu verzögern. Das ist aber nicht so. Im Wirklichkeit ist der einzige Unterschied, dass ein Ereignis, das ansonsten immer quasi nebenherläuft, plötzlich ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt ist. Das RF4-Team informiert uns bei jedem Update verlässlich über alles, was neu dazugekommen ist und was geändert wurde. Es werden keine Behauptungen gemacht, die nicht stimmen, und alles wird vorher gründlich getestet. Natürlich kann es im Einzelfall trotzdem mal passieren, dass eine Änderung im Programm auch einen ungewollten Fehler mitbringt; daher nehmen wir Eure Meldungen ernst, gehen ihnen nach, und beheben echte Fehler schnellstmöglich. Aber nicht alles "Seltsame" ist gleich ein Bug. Vieles ist einfach nur Zufall, und manches Autosuggestion. Seid versichert: Das RF4-Team lügt Euch nie an und erschwert niemanden heimlich das Spiel. Wenn Ihr so etwas fürchtet, dann denkt als Erstes an das, was ich Euch oben zu erklären versucht habe: Unsere eigenen Erwartungen tricksen uns gerne selbst aus, und wir konstruieren Zusammenhänge häufiger als wir glauben auch dort, wo keine sind.
  10. MonacoSteve

    Die Sache mit dem Vorfach

    Liebe RF4-Spieler, Spätestes wenn man zum ersten Mal die Nachricht "Die Schnur wurde durchgebissen" erhalten hat, war jedem Spinnangler klar geworden, dass es unter bestimmten Umständen nötig sein kann, den Köder nicht direkt an der Hauptschnur, sondern an einem Vorfach zu befestigen. Andernfalls, so lernten wir, holt sich zum Beispiel der Hecht immer wieder den einen oder anderen schönen Blinker und andere Bestandteile einer teuren Montage. Das schmerzt. Wir kauften uns also ein paar gute Stahlvorfächer, bauten sie ein, und fühlen uns ab jetzt stets gut gerüstet. Wirklich stets? Zu schön, wenn es so einfach wäre. Genau wie wir in RF4 vom ersten Tag an Stahlvorfächer kaufen konnten, um unsere Raubfisch-Montagen zu schützen, wurden wir auch immer wieder an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass man große und vorsichtige Fische mit dicken Schnüren und Vorfächern verschreckt. Zwar gab es auch schon die transparenten Fluorkarbon-Vorfächer, aber die schützten leider nicht vor Raubfischzähnen. Da hatten wir also ein Dilemma. Wollten wir sichergehen, dass unsere Kunstköder nicht von starken Raubfischen abgebissen werden, mussten wir ein Stahlvorfach montieren, was dazu führte, dass die Chance auf große starke Fische sank. Oder wir gingen das Risiko ein und angelten mit Fluorkarbon-Vorfach oder der bloßen Schnur - bis wieder ein gut bezahnter Räuber unserer Montage den Garaus machte. Die Lösung für die meisten war es, dort auf das Vorfach zu verzichten, wo man nicht mit vielen Hechten rechnen musste, und das Restrisiko zu tragen. Seit kurzem ist die Welt aber wieder etwas komplexer geworden. Die Auswahl an Vorfächern hat sich erhöht - es sind neue Qualitäten und Sorten hinzugekommen. Wir können z.B. jetzt auch monofile Vorfächer erwerben - und vor allem können wir Vorfächer nun bei allen Angelmethoden, nicht nur beim Spinnfischen einsetzen. Damit steht man mehr denn je vor der Herausforderung, eine gute Wahl zu treffen. Wann sollen wir ein Vorfach verwenden, und wenn ja, welches? Ich möchte Euch heute eine kleine Faustregel an die Hand geben, die vielleicht bei Eurer Entscheidung hilfreich ist. Vorausgeschickt werden muss, dass natürlich weiterhin Hechte ungeschützte Schnüre durchbeißen werden, und weder Fluorkarbon- noch Monofil-Vorfächer hier absolute Sicherheit bieten. Es gilt auch unverändert, dass misstrauische Trophäen-Fische sich von dicken Schnüren und Stahlvorfächern gern abwenden. Wir werden also weiterhin dort auf Vorfächer entweder ganz verzichten oder z.B. das Fluorkarbon-Vorfach verwenden, wo wir vorsichtige Räuber wie Forellen, Saiblinge oder Rapfen dort angeln, wo wenig Hecht zu erwarten ist. Und Hechte werden wir weiterhin mit Stahlvorfächern fischen. Ganz grundsätzlich aber gilt: Wo wir auf eine dicke Schnur nicht verzichten können oder wollen, können wir den damit verbundenen Nachteil (die erhöhte Scheuchwirkung) jetzt immer mit einem geeigneten Vorfach ausgleichen - und zwar bei allen Angelmethoden! Sowohl Fluorkarbon- als auch Monofil-Vorfächer bieten nämlich einen erhöhten Sichtschutz (monofile etwas weniger als Fluorkarbon, aber auch Fluorkarbon ist nicht völlig unsichtbar!). Natürlich müssen wir dabei darauf achten, dass wir einen guten Kompromiss zwischen Tragkraft und Durchmesser finden. Ich würde das Vorfach stets etwas dünner als die Hauptschnur nehmen, auch bei Fluorkarbon. Das reduziert zwar die Gesamtbelastbarkeit der Montage, erhöht aber die Bissfrequenz. Am Ende läuft es immer noch darauf hinaus, wie viel Risiko wir einzugehen bereit sind, um eine Trophäe zum Anbiss zu verführen - aber wir haben jetzt mehr Möglichkeiten, dies auszuloten.
  11. Liebe RF4-Spieler, Beim Angeln ist der Erfolg von vielen Faktoren abhängig - Standort, Wetter, Tageszeit, Temperatur, und so weiter. Manches davon können wir nicht beeinflussen, aber wir können uns darauf einstellen. Grundvoraussetzung für jeden gelungenen Angeltag ist dabei die richtige Ausrüstung, und mit richtig meine ich nicht nur, dass man zum Zielfisch passende Ruten, Rollen, Schnüre und Köder verwendet. Genauso wichtig ist es, die jeweilige Ausrüstung und alle ihre Elemente gut aufeinander abzustimmen - mit anderen Worten: sie wirkungsvoll zu kombinieren. Heute möchte ich Euch ein paar Hinweise und Tipps geben, wie ich beim Spinnangeln mit der Stationärrolle gute Kombinationen zusammenstelle. Beginnen wir mit einer Allrounder-Kombi für den Langen Graben, wo Anfänger meistens ihre ersten intensiveren Erfahrungen mit dem Spinnfischen machen werden. Eure Rute sollte nicht zu weich (aber auch nicht zu hart) sein, eine Tragkraft von gut 10 kg besitzen und ein gutes, nicht zu hohes Wurfgewicht-Spektrum abdecken. Wir könnten also beispielsweise eine leichte Spinnrute der "Express Fishing Heavy"-Serie wählen. Bei der Rolle sollte die Bremskraft 7 kg oder mehr betragen, und die Spule sollte eine gute Kapazität aufweisen (also etwa 6000), um immer genug Schnur auf Reserve zu haben - dafür gibt es auch im unteren Preissegment schon sehr schöne Angebote. Eine gute monofile Schnur mit einer Tragkraft von 10 kg nehmen wir dazu. (Die Schnur-Tragkraft kann höher sein als die Bremskraft der Rolle, sollte aber niemals höher als die Tragkraft der Rute sein!) Mit einem Blinker der "Icon Slim m"-Serie vervollständigen wir das Set. Wo mit Hechten zu rechnen ist, sollte dieser Kombination noch ein passendes Stahl-Vorfach hinzugefügt werden - aber empfindlichere Raubfische werden dann etwas seltener beißen. Damit sollte man für den Start hervorragend ausgerüstet sein. Das nächste besonders interessante Gewässer, geradezu geschaffen für das Spinnfischen, ist der Kristallsee. Dieses Wasser zeichnet sich durch seine einzigartige Klarheit aus - und beherbergt als Räuber unter anderem viele Salmoniden-Arten, die nicht nur scheu sind, sondern auch sehr gut sehen. Diese Fische können gleichzeitig groß und kampfstark sein. Wir müssen uns mit unserer Kombi also an all diese Vorgaben gut anpassen. Als Minimum, um Enttäuschungen zu vermeiden, brauchen wir hier eine gute Rolle mit einer Bremskraft von 10 kg. Dazu passend bewährte sich bei mir für sehr lange Zeit eine "Syberia Linear"-Rute - wir wählen sie so, dass sie mindestens 15 kg trägt und ein sinnvolles Kunstköder-Spektrum mit Gewichten zwischen knapp 20 g und über 40 g bewältigt. Auch die Schnur sollte schon etwa 15 kg Tragkraft besitzen; eine graue Monofile wäre dabei ein guter Kompromiss. Wer es sich leisten kann, komplettiert bereits dieses Set mit einem mittelschweren Blinker der Kiruuna-Hunter-Serie. Für fortgeschrittene Spinnangler am Kristallsee wäre z.B. eine starke, lange "Model-One"-Variante der Syberia-Spinnruten, kombiniert mit einer Syberia Gold-Rolle mit möglichst hoher Schnurkapazität, zu empfehlen. Wir verwenden dann dazu noch geflochtene Schnur (ich nehme meist blaue ExtraSilk), möglichst aber nicht dicker als 0,40 mm. Blinker der Kiruuna-Hunter-Serie bewähren sich auch hier besonders gut. Das oben zum Vorfach Gesagte gilt am Kristallsee übrigens ebenso, wenn nicht noch mehr. Wo immer man das Risiko eingehen kann, sollte man es weglassen. Aber es gibt an vielen Stellen im Kristallsee eben auch starke Hechte! Und dann sollte die Tragkraft des Stahlvorfachs etwa genauso hoch sein wie die der Schnur! Zu guter Letzt noch ein paar Hinweise für den Großen Strom und die Sura. Hier leben die größten und stärksten Räuber, die RF4 derzeit zu bieten hat, und wer dort erfolgreich Spinnangeln will, muss logischerweise auch seine Ausrüstung entsprechend stark und hochwertig wählen. Wieder geht es aber auch darum, alle diese - für sich einzeln schon qualitativ hochwertigen - Bestandteile zusätzlich optimal aufeinander abzustimmen. Als Spinnangler sind wir hier grundsätzlich mit einer mittelharten oder - noch besser - harten Heaven Creek Evora-Spinnrute am besten beraten, und auch bei der Stationärrolle sollten wir nicht geizen - eine möglichst starke Trident Everest wäre die beste Wahl. Dazu nehmen wir geflochtene Schnur (z.B. eine ExtraSilk mit einer Tragkraft von 40 kg), und wenn nötig ein Stahlvorfach. Als Köder haben sich beispielsweise Wobbler der Blast Funky Minnow S11-Serie bewährt; diese lassen sich sowohl hervorragend werfen als auch vom Boot aus schleppen, und kommen gut mit der starken Strömung dieser Gewässer klar, weil sie in einer definierten Tiefe geführt werden können, während Blinker - abhängig von Gewicht, Wurfrichtung und Einholgeschwindigkeit - in strömendem Wasser mal tiefer oder flacher laufen. Diese kleinen Empfehlungen sollen Euch als Basis-Beispiele für gut ausbalancierte Spinnfisch-Kombinationen dienen, mit denen Ihr als Spieler unterschiedlicher Erfahrungs-Level gut arbeiten könntet. Es gibt natürlich auch noch viele andere Möglichkeiten, Spinnfisch-Ausrüstung passend zu kombinieren, und Ihr müsst trotzdem stets auch auf die übrigen Randbedingungen achten. Wer am falschen Spot steht, wird sich auch mit der besten Ausrüstung schwer tun. Petri Heil!
  12. Liebe RF4-Spieler, wer hat das nicht schon erlebt: Es geht plötzlich nicht mehr voran! Die Fische, die vorher immer so gut angebissen haben, bleiben plötzlich weg; die Skillprozente, die man bisher regelmäßig für seine fleißige Aktivität erhielt, kommen nicht mehr, und die schöne eigene Entwicklung gerät irgendwie ins Stocken. Gut, jeder der das Spiel ein bisschen kennt, weiß natürlich, das mit zunehmenden Erfolgen die Chancen für den weiteren Fortschritt stetig etwas kleiner werden; das gehört zum Grundprinzip des Spielkonzepts. Man weiß auch, dass Fische gelegentlich ihre Standorte verändern (z.B. nach Server-Updates) und dann für eine Weile anderswo herumschwimmen, wo man sie erst wiederfinden muss. Und es ist bekannt, dass gelegentliche Variationen bei Köderwahl und anderen Tätigkeiten grundsätzlich nie eine schlechte Idee sind. Aber wenn man dann beispielsweise an einem beliebten Spot steht, wo die Kollegen fleißig weiter fangen, während man selber auf einmal vor inaktiven Angelruten steht, oder wenn nach der Herstellung des 30sten Knoblauchteigs plötzlich einfach keine Skillprozente mehr kommen, fragt man sich schon manchmal, was jetzt plötzlich „schiefläuft“. Ich möchte Euch dazu heute folgenden simplen Tipp geben: Macht mal Pause! Ihr braucht natürlich nicht das ganze Spiel pausieren, aber Ihr könntet von Eurer aktuellen Tätigkeit für ein paar Stunden oder Tage einfach Abstand nehmen. Was das Angeln an bestimmten „Erfolgs-Spots“ betrifft, die plötzlich nicht mehr laufen, so bedeutet das, mal woanders hinzugehen (am besten an ein anderes Gewässer, aber auch ein anderer Spot am selben Gewässer wäre schon nicht schlecht). Was Handwerkstätigkeiten wie Herstellung von Angelfutter, Köderbeschaffung etc. betrifft, bedeutet es, entweder die ganze Kategorie für eine Weile zu wechseln oder zumindest innerhalb der einzelnen Tätigkeiten eine andere auszuführen. Der gemeinsame Sinn all dieser Maßnahmen ist es jedenfalls, den gerade besonders intensiv betriebenen Aktionsprozess eine Weile in Ruhe zu lassen. Denn jeder dieser Prozesse kann sich – abgesehen von den übergeordneten Gesetzen, denen er immer gehorcht und die für alle Spieler gleichermaßen gelten – aufgrund Eurer individuellen Tätigkeit „erschöpfen“. Aber das Gute dabei ist: Er kann sich auch wieder erholen – nur muss man ihm dafür etwas Zeit geben! Also: Wenn Ihr den „totgelaufenen“ tollen Karpfen- oder Aal-Spot einfach ein paar Spieltage lang nicht befischt und dann wiederkommt, so wird sich dort wahrscheinlich wieder eine bessere Fischaktivität beobachten lassen. Wenn Ihr beim Herstellen von Kunstködern keine Prozente mehr bekommt, dann lasst diesen Vorgang einfach eine Weile liegen und stellt dafür z.B. Angelfutter her. Auch wenn es natürlich für nichts eine 100%ige Erfolgs-Garantie gibt, sind solche Unterbrechungen jedenfalls eine empfehlenswerte Strategie - und sie verringern auch Euren Frustfaktor. Und es ist ja nicht so, dass RF4 nicht genügend Alternativen und Abwechslungen bieten würde. Die werden mit fortschreitenden Level sogar immer mehr. Also: Nicht stur weiter in eine Sache verbeißen, wenn mal der Erfolg nachlässt. Stattdessen tief durchatmen und sich auf etwas ganz anderes konzentrieren. Zumindest für ein Weilchen .
  13. MonacoSteve

    Was Ihr schon immer über Schnüre wissen wolltet

    Liebe Angelfreunde! Angelschnüre entscheiden mehr als alles andere über Erfolg oder Misserfolg bei einem Drill. Und sie sind sogar oft ein Faktor, wenn es darum geht, ob ein Fisch überhaupt anbeißt oder nicht. Was sollte man also über Schnüre wissen? Das Wichtigste vorweg, weil es für alle Schnüre gilt: Die Tragkraft. Die Tragkraft einer Schnur, angegeben in kg und bestimmt durch die Schnurdicke (aber auch durch Typ und Qualität), sagt etwas darüber aus, welcher Belastung sie standhält. Das heißt freilich nicht, dass nicht auch schwerere Fische mit leichteren Schnüren gelandet werden können, sondern nur, welchen Spitzen-Druck eine Schnur in einem kritischen Moment maximal erträgt bevor es zum Schnur-Bruch kommt. Diese Druckresistenz ist aber immer eingebettet in die Summe aller anderen Belastungsfaktoren der gesamten Montage (Rutenstärke, Rollenbremskraft, Hakenqualität). Trotzdem gilt natürlich, dass eine Schnur mit höherer Tragkraft auch härteren Drills standhält. Wir sollten darauf achten, dass – gerade am Anfang – die Schnurstärke so gewählt ist, dass die Schnur das schwächere Glied im Duo Rute-Schnur darstellt. Beim Stippangeln sollte man dabei die Faustregel Schnurkraft = ca. 20% weniger als Rutentragkraft anwenden. Angelt man mit einer Rolle, kann man je nach eigener Fähigkeit, die Schnurstärke zwar durchaus etwas oberhalb der Rollenbremskraft ansetzen, aber auch da sollte nie die Tragkraft der Rute überschritten werden. Wenn ein Fisch die Belastungsgrenze der Montage überwindet, bricht immer das schwächste Glied – und Ruten (sowie Rollen) sind nun mal teurer als Schnüre! Noch ein wichtiger Punkt: Schnüre nutzen sich bei Gebrauch ab, und das bedeutet Tragkraftverlust. Darauf solltet Ihr immer achten. Eine 10kg-Schnur mit 15% Abnutzung hat z.B. nur noch eine Tragkraft von 8,5 kg! Man kann abgenutzte Schnüre eine Zeitlang z.B. noch für schwächere Montagen verwenden, aber wenn eine Schnur sich 50% Verschleiß nähert, ist sie reif für den Abfalleimer. Bedenkt auch folgendes: Im Spiel nutzt sich eine Schnur immer als Ganzes ab. Es hilft nichts, eine 350m-Schnur zu kaufen, von der nur 100m auf eine Rolle (oder wenige Meter auf eine Stippe) passen, und darauf zu hoffen, dass nach Abnutzung dieser Schnur noch 200 + Meter gute Schnur übrig sind. Schnüre in RF4 sind (programmtechnisch bedingt) im Moment unteilbar. Kauft also nur dann lange Schnüre, wenn sie auch auf die Rolle passen, sonst ist das Geld umsonst investiert! Hierzu noch ein aktueller weiterer Hinweis: Die Verschleißrate hängt dabei von der Schnurlänge ab. Längere Schnüre - soweit sie auf einer Spule Platz finden - verschleißen langsamer als kürzere. Dann noch ein paar Worte zu den verschiedenen Schnur-Typen. RF4 bietet drei Arten an: Monofile Schnüre, Fluorcarbon-Schnüre und geflochtene Schnüre (Braid). Was ist der wichtigste Unterschied? Mono-Schnüre und Fluoro-Schnüre sind – gemessen an der Tragkraft – relativ dick, d.h. es passt weniger davon auf eine Rolle als von einer geflochtenen Schnur gleicher Stärke. Aber dafür sind sie dehnbarer. Gerade für harte Ruten, die selbst wenig Flexibilität haben (z.B. starke Grundruten), oder für Stippruten ohne Rolle sind also Mono- (oder Fluoro-)Schnüre die bessere Wahl. Die Fluorkarbon-Schnüre unterscheiden sich von den normalen Monos vor allem dadurch, dass sie im Wasser fast unsichtbar sind. Beim Angeln auf scheue Fische, oder beim Angeln in klarem Wasser, sind Fluoros also im Vorteil. Geflochtene Schnüre wiederum sind immer dann zu bevorzugen, wenn man mit weicheren Ruten arbeitet und dabei hohe Wurfweiten und größere Schnurreserven auf der Rolle haben möchte, also vor allem beim Spinnfischen. Zum Schluss noch ein Hinweis auf den Einfluss der Schnurdicke auf die Bissrate. Es gilt – von den Fluoros mal abgesehen - grundsätzlich, dass dünnere Schnüre weniger gut vom Fisch gesehen werden und daher eine höhere Chance bieten, dass auch mal ein scheuer Trophy beißt. Aber natürlich muss man diesen Trophy dann mit der dünnen Schnur auch noch drillen und landen können, und das ist das Spannungsfeld, in dem man sich immer bewegt und das es auszuloten gilt.
  14. MonacoSteve

    Anfang

    Die Tipps von Ehre sind wirklich sehr vernünftig. Ich ergänze das vielleicht noch ein wenig: Viele Spieler wissen nicht, dass man am Waldsee bei der Hütte weiteres Material umsonst erhält, wenn man sie besucht; die Bambusrute sollte man auf jeden Fall mitnehmen, und zwar nicht erst dann, wenn man seine Telestick vielleicht zerbrochen hat. 2 Ruten fangen mehr als eine! Schnur, Schwimmer, Haken und Blei gibt’s da ebenfalls gratis – und zwar immer wieder. Ich musste noch nie ein Döschen mit Bleischrot extra kaufen. Ob man sich gleich eine RedStick zusammenspart, ist wohl Geschmackssache. Ich persönlich habe versucht, mir baldmöglichst eine einfach Spinnrute zu erwerben, und auch 1-2 Grundruten (Asteria). Die Grundruten haben den Vorteil, dass man sie einfach nur auswerfen und aufstellen braucht – die Fische haken sich dort fast immer von selber. Mit 2 ausgelegten Grundruten und 1 parallel geführten Stippe (oder Spinnrute) schöpft man dann das Potential, welches das Spiel bietet (bis zu 3 Ruten könne ja gleichzeitig im Einsatz sein) optimal aus. Hat man Level 7 erreicht, sollte man den Besuch des Langen Grabens unbedingt in Betracht ziehen, denn dort können insbesondere Döbel mit allen 3 Angelmethoden als recht hochwertige Fische erbeutet werden, die sehr gut Silber geben. Auch andere gute Fische gibt es. Hier kann man das Spinnfischen schnell weiterentwickeln. Die Alte Festung ab Lev 12 erfordert in der Tat stabileres Gerät als man es normalerweise zu diesem Zeitpunkt hat. Bei mir hatte es sich bewährt, erst noch eine ganze Weile die Möglichkeiten am Langen Graben auszuschöpfen, bis genug Geld vorhanden war, um sich dann starke Stippen (Redstick, noch besser Model One), bessere Grundruten (mindestens Sorento) mit stärkeren Stationärrollen (mindestens Lacerti) zulegen zu können. Beim Spinnfischen sollte man auch die dortigen Hechte nicht unterschätzen. Ab 4-5 kg wird eine Corona-Spinnrute nicht mehr genügen. Anfüttern ist etwas für Spezialisten, die es auf bestimmte Zielfische abgesehen haben. Für den Anfänger ist es unnötig, dafür Geld zu investieren - die Fische beißen auch so.
  15. MonacoSteve

    Kleine Hakenkunde

    Liebe Angelfreunde, wenn Euch die Fische zu oft ausschlitzen, ist es vielleicht auch Zeit, sich ein paar Gedanken zu den Angelhaken zu machen, die Ihr verwendet. Denn: Haken ist nicht gleich Haken! Nicht umsonst bietet RF4 eine große Auswahl an. Folgendes sind die wichtigsten Faktoren, die man bedenken sollte: 1. Qualität. Billige Haken (Marke Express Fishing) sind für den Anfänger richtig und wichtig, ihr Verlust schmerzt nicht, und wo man mit häufigem Schnurbruch rechnen muss (z.B. beim Stippen auf größere Fische) wird man auf sie zurückgreifen - aber sie haben wenig Tragkraft. Eine Investition in hohe Qualität lohnt sich daher langfristig mehr. Es lohnt sich sogar, bei den Kunstködern zu prüfen, welche Qualität der montierte Drilling hat; schwache Drillinge können abreißen oder brechen. Kurz: Es nützt nichts, wenn die restliche Montage stark ist, aber der Haken schwach. Die Belastungsanzeige beim Drill richtet sich immer nach dem schwächsten Glied - und das kann auch der Haken sein! 2. Größe. Die Hakengröße fließt doppelt in unsere Überlegungen ein. Erstens: der Zielfisch. Auch wenn es durchaus passieren kann, dass sehr kleine Fische einen großen Haken nehmen und umgekehrt, ist es insgesamt besser, die Hakengröße dem Zielfisch anzupassen. Die Faustformel "Große Fische = große Haken" passt dabei oft, aber nicht immer. Für größere Fische mit kleinem oder empfindlichen Maul (z.B. Schleien, Barben) nimmt man den Haken besser ein paar Nummern kleiner. Für große Karpfen und Welse darf es dagegen ruhig die XXL-Version sein: Alle Haken mit /0 am Ende sind groß. Ist der Haken zu klein (oder zu groß), schlitzt ein Fisch sehr viel leichter aus. Zweitens: der Köder. Hier gilt ebenfalls: Kleine Köder müssen an kleine Haken. Es macht wenig Sinn, eine Zuckmückenlarve oder Made an einen Haken 1/0 zu picken, und für ein Fischfiletstück sollten man nicht gerade einen 20er-Haken verwenden. Das Spiel erlaubt zwar alles, aber lasst Euch einfach vom gesunden Menschenverstand leiten - dann fangt Ihr besser 3. Typ. Bei den Einfach-Haken kann man (abgesehen von ein paar Spezial-Varianten) grob drei Typen unterscheiden, den schmaleren Typ für das feine Fischen mit Natur-Köder wie Maden, Fliegen, kleineren Würmern (z.B. Simmons Happy Hook CL-12 und CL-3 oder den Wurmhaken Syberia CHK 101), den klassischen Universalhaken ( z.B. Syberia CHK 401, Simmons Happy Hook CL-11) für das Allround-Fischen, und breite Haken für große Mäuler (z.B. Simmons Silk Series CL-14 oder CL-15). Die Wahl hängt wieder vom Zielfisch ab, aber es gilt wie vorhin gesagt: ein suboptimaler Haken erhöht das Ausschlitz-Risiko und senkt die Bissfrequenz. Kurz gesagt: Mit den Haken kann man viel falsch, aber auch viel richtig machen. Wer die richtige Wahl trifft, wird mehr Bisse bekommen und im Drill weniger Fische verlieren.
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